2021 09 16az1In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist in Wasbüttel eine Scheune abgebrannt. Das Feuer drohte auf ein leerstehendes Wohngebäude überzugreifen – das konnten die Feuerwehren aber verhindern. Mehr als 90 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Zur Brandursache macht die Polizei bislang keine Angaben.

Um 23.56 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Wasbüttel und Isenbüttel zu einem Gebäudebrand in den Baumkampsweg nach Wasbüttel alarmiert. Mehrere Anrufer teilten der Leitstelle mit, dass sich dort eine Scheune, die an ein leer stehendes Wohnhaus angrenzt, in Vollbrand befinde. Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. „Es schlugen bereits Flammen aus dem Dach der Scheune. Es gelang uns, ein Fahrzeug, das sich noch im Gefahrenbereich befand, vor den Flammen zu schützen“, so Nico Holzhaus, Einsatzleiter und stellvertretender Ortsbrandmeister aus Wasbüttel. „Das Feuer hatte jedoch bereits auf eine angrenzende Tannenschonung hinter der Scheune übergegriffen“, so Holzhaus weiter. Um 0.08 Uhr ließ er deswegen weitere Einsatzkräfte aus den Ortsfeuerwehren Calberlah, Vollbüttel und Ribbesbüttel nachalarmieren. Die Brandbekämpfung wurde von der Hofseite aus und von hinten aus dem Bereich der Tannenschonung vorgenommen. Ebenfalls brachten die Einsatzkräfte mehrere Gasflaschen in Sicherheit. Um 0.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Anschließend nahmen die Feuerwehren Nachlöscharbeiten vor und kontrollierten das angrenzende Gebäude mithilfe einer Wärmebildkamera auf mögliche Glutnester. Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Inklusive der Nachlöscharbeiten dauerte der Einsatz mehr als sieben Stunden.

Die Polizei teilte mit, dass ein Sachschaden von schätzungsweise 20 000 Euro entstanden sei. Sie hat die Ermittlungen zu einer vorsätzlichen Brandstiftung und zur Brandursache aufgenommen. Nun werden Zeugen gesucht, die zwischen Dienstag, 23 Uhr, und Mittwoch, 2 Uhr, verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Wer Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. (05317) 98 00 bei der Polizei zu melden.

Aus der Allerzeitung vom 16.09.2021, Foto: Bernd Behrens