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Wasserdichte Verträge mit Petrus, eine glückliche Hand bei der Planung und Mitstreiter, die mit Herzblut bei der Sache waren: Mit diesen Zutaten stellte das Festkomitee beim Tag des offenen Dorfes zur 1000-Jahr-Feier der Gemeinde eine rundum gelungene Veranstaltung auf die Beine.

Den ganzen Sonntag über schlenderten mehrere hundert Besucher durch den Ort, nahmen historische Höfe sowie bedeutsame Gebäude in Augenschein und tauchten in die bunte Welt von 80 Aktivitäten ein.

Bevor das quirlige Treiben startete, wurde die Ortsdurchfahrt wie angekündigt gesperrt und der Gedenkstein an der Kapellenstraße enthüllt. Als Beitrag zur Nachhaltigkeit hatte die Gemeinde die Rückseite des Findlings der 900-Jahr-Feier gravieren lassen. „Eine 1000-Jahr-Feier erlebt man nur einmal“, scherzte Bürgermeister Jean-Claude Freund, der sich bei dem Organisatoren-Quintett um Christiane Heuer mit Blumen bedankte.

Die Parkplätze an den Ortseingängen füllten sich ähnlich schnell wie die Fahrradstellplätze und die Hofstellen. Vor der Alten Schule bot Gerhild Trusch Stauden für den guten Zweck an, drinnen wartete unter anderem eine Fotoausstellung von Margit Till auf Besucher. Gleich nebenan auf dem Hof Alpers startete eine digitale Entdeckertour, wurden Bratwürste gegrillt und die Dorfchronik verkauft.

2022 08 30bz1Mittendrin buhlte die „Jubiläums-Boutique“ um Kundschaft für T-Shirts und Co. mit dem 1000-Jahre-Logo. Dank der intensiven, modischen Beratung durch Ratsmitglied Achim Buhmann kleidete sich Frank Ehmling dort oberhalb der Taille spontan neu ein. Für den als Projektleiter berufstätigen Buhmann war es der erste Ausflug in die Welt der Mode. „Es macht viel Spaß, auch wenn ich an der Typberatung noch arbeiten muss“, meinte er augenzwinkernd.

Im historischen Dreieck Winkel, Kapellenstraße und Mittelstraße flatterten überall Banner mit dem Ortswappen. Dort drehte sich ein Kinderkarussell und glühte der Röstofen von Stefan Sievers für den Wasbütteler Jubiläumskaffee.

Auf dem Hof Glindemann hatte das Landfrauen-Café seine Pforten geöffnet. „Wir haben 40 Torten und Kuchen im Angebot“, sagte Ina Gliemann. Damit in Anbetracht des Ansturms zur Kaffeezeit noch etwas übrig war, wurden nur zwei Stück pro Person abgegeben. Wer es deftiger mag, konnte an der alten Hofstelle Lütje Kartoffeln mit Quark schlemmen und die alten Landmaschinen der Treckerfreunde Sülfeld bestaunen.

An anderen Stellen wurden alte Dinge gegen Spende abgegeben und Waren lokaler Kunsthandwerker angeboten. Märchenstunden und Strohburgen für die Jüngsten sowie Konzerte und Führungen rundeten das Angebot ab.

Aus der Gifhorner Rundschau vom 30.8.2022, Foto: Daniela Burucker