2022 04 06az1Erst- bis Viertklässler der Wasbütteler Grundschule machten sich stark für Frieden in der Welt, insbesondere in der Ukraine. Jetzt feierten sie ein musikalisches Friedensfest. Rund 70 Wasbütteler bekräftigten die deutliche Friedensbotschaft der Kinder mit großem Beifall.

„Wir treten zum vierten Mal in Folge für Frieden ein“, sagte Silke Zieske. Die Lehrerin hatte die am 10. März gestartete Reihe in Wasbüttel organisiert und freute sich, dass aus dem Dorf „so viele Unterstützerinnen und Unterstützer“ zum Abschlussevent kamen. Bei ihrer wöchentlichen Friedensaktion im Rahmen von „Singen für den Frieden“ sattelten die kleinen Wasbütteler von Mal zu Mal drauf: „Wir werden nicht müde, wir lassen nicht nach. Wir haben leise angefangen und sind immer lauter geworden“, schilderte Zieske, wie die Reihe a capella begonnen hatte und nun sogar mit Liveband aufwartete.

Frauke Alberti mit dem Saxophon, Sandra Eigner mit der Cajon und Elmar Diener auf dem Keyboard sorgten zusammen mit Zieskes Gitarrenspiel für die musikalische Begleitung der Friedensdarbietung. Die startete mit einem Flötenstück, das Jule und Ella aus dem zweiten Jahrgang sehr kurzfristig eingeübt hatten. „Das habt ihr ganz toll gemacht“, lobte Zieske die Mädchen. Danach machte Mitschüler Arthur klar, dass „wir keinen Krieg wollen.“ Daher sangen alle gemeinsam das Lied „Hevenu schalom alejchem“ (deutsch: „Wir wollen Frieden für alle“).

„Wir haben es in 14 Sprachen einstudiert“, erzählte Zieske. Neben geläufigen Sprachen wie Englisch, Spanisch und Französisch auch auf Ungarisch und Rumänisch, ja sogar auf Arabisch und in Gebärdensprache. Selbstredend durften Russisch und Ukrainisch nicht fehlen. „Polnisch können die Erstklässler inzwischen besser als ich“, veranschaulichte Zieske, mit wie viel Eifer die Grundschüler sich fürs Friedensfest ins Zeug gelegt hatten. Es mündete in einen Tanz mit Fahnen mitten auf der durch die Polizei für Verkehr gesperrten Schulstraße. Dabei hielten je vier Kinder zusammen Patchworks aus ganz vielen verschiedenen Flaggen hoch. „Das soll symbolisieren, wie wichtig die internationale Gemeinschaft ist“, sagte Zieske.

Einige Dritt- und Viertklässler verrieten den Zuschauern, was Frieden für sie bedeutet: „Dass ich mir keine Sorgen machen muss“, „dass ich keine Angst haben muss“, „dass man sich nicht quält und streitet“, „dass wir in Freiheit leben“ und „dass sich alle lieb haben“ – alles Botschaften, die hoffentlich schnellstmöglich die richtigen Adressaten erreichen. „Singen für den Frieden“ ist eine Aktion von Chor:Klasse! und des niedersächsischen Landesverbandes im Bundesverband Musik. Aus Wasbüttel beteiligten sich 61 Grundschüler, ihre Lehrerinnen, Mitarbeiterinnen der Schule sowie Gäste.

Aus der Allerzeitung vom 06.04.2022, Foto: Ron Niebuhr