2022 03 17bz1Mit den Aufführungen ihres Musicals „Piraten auf hoher See“ setzten die Wasbütteler Grundschüler ein Projekt um, das durch die Pandemie ins Stocken geraten war. Statt dem Förderverein der Schule kommen die Spenden der Zuschauer in Höhe von 1082,69 Euro komplett einer Spendenorganisation für die Ukrainehilfe zugute.

Zudem stimmten die Kinder zum Abschluss aller vier Aufführungen des unter dem Motto „Wir wollen Frieden für alle“ stehenden kleinen Schulmusicals gemeinsam das Friedenslied „Hevenn Shalom Alechem“ an. Das Drehbuch dafür hatten die Viertklässler im Herbst 2021 geschrieben, unter Regie von Silke Zieske einstudiert sowie Plakate und Bühnenbilder gestaltet. Hätte Corona die Pläne nicht durchkreuzt, hätte die Aufführung bereits vor den Weihnachtsferien stattgefunden.

Weil jetzt die Zeit drängte, bevor die gemeinsame Schulzeit der 61 Kinder endet, und der Inhalt des Stücks ein perfekter, sinnbildlicher Wegweiser zum Frieden ist, wurde kurzerhand umgeplant und die Bühne ins Freie verlegt. Damit das Publikum nicht zu nahe auf Tuchfühlung gehen musste, fand für die Elternschaft jeder Klasse eine Vorstellung statt.

Dabei stachen Piraten mit gelben, roten, grünen und blauen Kopftüchern mit vier Schiffen aus allen vier Himmelsrichtungen in See und enterten mit kraftstrotzenden Parolen und wilden Gesten den Schulhof. Singend und spielend nahmen sie ihre Gäste mit auf eine Schifffahrt, die nach Zank und Streit um dies und das in die Erkenntnis mündete, dass Streit keine Lösung ist und alle zusammen viel stärker sind. Dabei agierte die Horde mutiger Freibeuter mit Klanghölzern statt Schwertern. Wie es sich für ein Piratenstück gehört, gab es auch einen üppigen Goldschatz, der am Ende fair geteilt wurde. Auch das Publikum bekam seinen Anteil an der Beute.

Aus der Gifhorner Rundschau vom 17.03.2022, Foto: Daniela Burucker