2018 01 27az3Wer hat diese Glasperlen wohl mal um den Hals getragen? Und wer besaß die Kunstfertigkeit, sie herzustellen? Ein Riss im Mantel der Geschichte gibt ein Detail preis und wirft zugleich viele Fragen auf. Der Wasbütteler Hobbyarchäologe Artur Buß hat auf einem Acker bei seinem Dorf kunstvoll verzierte Glasperlen gefunden, die ältesten stammen aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert. Der Fund ist außergewöhnlich, nicht nur wegen des Alters.

2018 01 24az11450 Euro – so viel Geld hat die Wasbüttelerin Ines Buchholz für das Waisenhaus in Lalibela in Äthiopien zusammen bekommen. Damit ist die Miete für das nächste halbe Jahr bezahlt, die Kinder haben Geschirr, Decken für ihre Betten, ein Regal und einen kleinen elektrischen Herd bekommen. Und Paten gibt es auch. Für fast alle.

2018 01 11bz1Wenn Frido Krauel von seinen Reisen zu den Malediven wieder nach Hause kommt, dann bringt der Wasbütteler immer viele Fische mit - große, kleine, harmlose und gefährliche. Natürlich keine lebendigen, sondern alle digital mit der Videokamera eingefangen. Die Aufnahmen sind stets so beeindruckend, dass sie auf dem lokalen Fernsehkanal von TV 38 ausgestrahlt werden. Ab kommenden Dienstag ist es wieder soweit.

2018 01 10az1Ritter leben bis heute mitten unter uns, einer von ihnen wohnt in Wasbüttel. Wer den Tempelritter Frère Manfred Johannes besucht, betritt ein normales Einfamilienhaus. Graue Hose, schwarzer Blazer mit Goldknöpfen, ein Wappen auf der silbernen Krawatte eingestickt, ein kleines Wappen am Revers, ein größeres Emblem am Blazer: Manfred Johannes Unger ist keineswegs gekleidet wie ein Ritter. Er geht einem normalen Beruf nach, führt ein normales Familienleben. Was also macht seinen Ritterstand aus, mal abgesehen von der eher scherzhaft gemeinten gut kniehohen Ritterrüstung am Hauseingang?

2018 01 10az3Sie waren Ritter, und sie waren Mönche: „Die Tempelritter waren immer eine Symbiose beider Stände“, sagt Manfred Johannes Unger. Der Wasbütteler leitet als Komtur das Ordenshaus Sankt Marien zu Braunschweig. In diesem Jahr feiert der in 68 Ländern aktive Historische Ritterorden der Tempelherren von Jerusalem sein 900-jähriges Bestehen.

2018 01 06bz1Zeiten ändern sich, das stellt auch der Wasbütteler Frido Krauel fest, wenn er mit seiner Unterwasserkamera im Indischen Ozean unterwegs ist. „Heutzutage entstehen Unterwasserfilme ohne Taucher: Die Kameraleute führen vom Boot aus eine Kamera durch ein Kabel auf den Meeresboden“, hat er beobachtet.

Für ihn ist das nichts, er geht lieber weiter auf bis zu 20 Meter Tiefe ohne Pressluftflasche. „Wenn ein riesiger Walhai in einer Armlänge Entfernung an mir vorbei schwimmt, dann ist das unvergleichlich.“

Aus der Gifhorner Rundschau vom 06.01.2017, Foto: privat

2018 01 04bz2Von diesem Andrang sei die Familie dann doch ziemlich überrascht gewesen, sagt Charlotte Hoffmann auf Anfrage unserer Zeitung: Am ersten Wochenende Mitte November, an dem die Milchtankstelle geöffnet hatte - eine der wenigen in der ganzen Region - (wir berichteten), hat die Landwirtschaftsfamilie gleich 150 Liter verkauft. "Es war megaviel los!"

2018 01 04az1„Drei Filme in einem Jahr, das ist ein neuer Rekord“: Der Wasbütteler Unterwasserfilmer Frido Krauel freut sich, seine neusten einstündigen Streifen wieder bei TV 38 präsentieren zu können. „Ein weiterer Film ist in Arbeit, und die nächste Reise auf die Malediven ist auch schon gebucht.“

An drei aufeinander folgenden Dienstagen jeweils um 18 Uhr nimmt der 77-Jährige die Zuschauer mit auf bis zu 20 Meter Tiefe. Am 16. Januar ist es die Insel Kommandoo, vor der Krauel im Spätherbst 2016 spannende Begegnungen mit Rotfeuerfischen, Kraken, lustig aussehenden Kurznasendoktoren und mehr aufgenommen hat. Ein verletzter grauer Riffhai mit Angelhaken ist zu sehen, ebenso Schildkröten, Halsbandfalter, Kaiser- und Kugelfische.

2017 12 16bz1Das liebste Weihnachtslied von Silke Zieske aus Wasbüttel ist "O Danneboom", die platt- beziehungsweise niederdeutsche deutsche Version des Klassikers "O Tannenbaum":

Darin heißt es: "O Dannebom, o Dannebom, du drägst 'ne grönen Twig, den Winter, den Sommer, dat doert de leve Tid."

2017 11 22az2„Wir mussten uns eigentlich nie groß um Auszubildende bemühen, die Plätze waren immer schon lange im voraus vergeben“, sagt Bianca Lütje, die mit ihrem Mann Ernst Lütje zusammen den Kartoffelhof und eine Schweinemast in Wasbüttel betreibt. Immer für ein Jahr sind die Auszubildenden bei ihnen, leben auch auf dem Hof und gehören quasi mit zur Familie. „Das ist eine Bereicherung. Und die Kinder finden das auch toll.“

2017 11 17bz1Ein bisschen gerührt, nicht geschüttelt, nur gefiltert, aber auf keinen Fall erhitzt - in Wasbüttel gibt es wieder wie früher Milch direkt vom Bauernhof und so, wie sie die Kuh hergibt. Mit einem kleinen Unterschied: Gezapft wird sie aus einem Automaten. Familie Hoffmann hat auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb eine "Milchtankstelle" aufgebaut.

2017 11 14az1Zwei Fotos, neun Generationen, alles die Frauen der Familie, und Marlit Lindert ist das Scharnier dazwischen: Ein Foto zeigt die Wasbüttelerin als Kleinkind mit Mutter, Großmutter, Ur-Großmutter und Ur-Ur-Großmutter, auf dem anderen ist sie selber die Ur-Ur-Großmutter. Das eine Foto wurde 1935 aufgenommen, das andere ist in jüngster Zeit entstanden.

2017 09 28bz1Irgendwann, erzählt Elisabeth Hesse, habe mal ein großer Reisebus vor ihrem Museum in Washausen im Landkreis Gifhorn angehalten. Für normale Museen ist das in der Regel kein Problem. Doch die Ausstellungsstücke bei Elisabeth Hesse stehen im Keller ihres Privathauses in einem kleinen Wohnviertel. Die Überraschung war groß, doch irgendwie schaffte es die 68-Jährige, dem unerwarteten Besucheransturm Herr zu werden. Ihre Nachttopf-Sammlung hat schon viele Neugierige und sogar Fernsehteams angelockt.

2017 09 14az2Erst 2015 hat sich der Traditionelle Bogensportverband in Stüde am Bernsteinsee gegründet (AZ berichtete). Am Wochenende richtete er bereits eine Deutsche Meisterschaft aus – mit insgesamt 143 Teilnehmern, die im Wesendorfer Hammersteinpark um Punkte kämpften.
Die Teilnehmer gingen in acht Wertungsklassen an den Start. Besonderheit: „Wir haben außergewöhnlich viele Kinder und Jugendliche dabei“, freute sich Organisator Dirk Rößner vom Artchers Park. Das zeigt sich auch in der Mitgliederstruktur des mit fast 400 Mitgliedern „nicht mehr kleinsten Bundesverbandes“, wie Schatzmeisterin Sabine Wolf betonte.

2017 09 06bz1Mehr geht kaum. Der Kartoffelhof Gaus-Lütje hatte am Sonntag anlässlich seines 25-jährigen Firmenjubiläums zum Hoffest ein so umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, dass es nur mit vielen, vielen Helfern umzusetzen war. Gelohnt hat es sich allemal, denn die Besucher strömten stundenlang in Massen nach Wasbüttel.

2017 09 04az1Wer gestern im Landkreis auf Achse war, konnte in vielen Dörfern etwas erleben. So auch in Wasbüttel. Dort feierten die Familien Gaus und Lütje das 25-jährige Bestehen ihrer gemeinsamen Gaus-Lütje GbR mit einem großen Hoffest. „Wir sind erleichtert, dass alles so glatt läuft“, sagte Ernst Lütje.

2017 08 19bz1Schneeflocke, Mister Miagi und Teddy haben andauernd Appetit auf frisches Grün und sind eine leise blökende Alternative zum knatternden Rasenmäher. Mit 17 Artgenossen anderer Rassen sind die Quessant-Schafe zwischen April und Oktober als tierische Rasenmäher auf der Wasbütteler Obstbaumwiese im Einsatz.