Tatü-tata! Mit einer Blechbläser-Martinshornfanfare feierte die Bigband Tappenbeck gestern Abend den frisch ausgerufenen Gifhorner des Jahres 2012. Armin Maus, Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung/Gifhorner Rundschau, hatte zum Höhepunkt der Ehrenamts-Gala im Schloss den Brandschutzerzieher Heiko Vahle aus Weyhausen als "großes Vorbild für kleine Bürger gewürdigt". Das war das bewegende Finale eines Festakts, den Maus als besonders "schönen Abend" in Erinnerung behält. Zu recht. Waren es doch wiederum hauptsächlich Ehrenamtliche, die das Programm zu einem bunten, quirligen Erlebnis machten, fröhlich moderiert von Rundschau-Redakteurin Wiebke Schwarze.

Marlene Stumpf-Hotop hat ein Stück Familien-, Dorf- und Zeitgeschichte bewahrt. Die Wasbüttelerin hat fünf Kutschen und zwei Schlitten liebevoll und detailgetreu restauriert. Die stehen jetzt zwar in einer Scheune, aber sie verstauben dort nicht. Denn Marlene Stumpf-Hotop hat die Scheune in ein Museum umgebaut.

„Die ganze Geschichte spukt schon seit wenigstens zehn Jahren in meinem Kopf herum“, erzählt die Wasbüttelerin. Nach und nach hat sie die Idee in die Tat umgesetzt: „Ich wollte die Kutschen und Schlitten einfach erhalten“, sagt sie. Sorgfältig restauriert bilden sie nun einen Ring um einen großen Holztisch nebst Stühlen – fast wie eine Wagenburg: „Wie bei den Siedler-Trecks in Nordamerika, nur etwas bequemer“, sagt Stumpf-Hotop. Einige ihrer Vorfahren zog es damals über den großen Teich.

In der Sporthalle der Adam-Riese-Schule in Gifhorn ist Frank Strasdat so gut wie zuhause. Wenigstens fünf Trainingseinheiten gibt er dort in der Woche, und wenn Turniere anstehen sogar noch mehr. Seit 25 Jahren ist der Wasbütteler Taekwondo-Trainer der SV Gifhorn."Es macht mir einfach Spaß", sagt der 51-Jährige. Gerade, weil man die Sportart bis ins hohe Alter betreiben könne - "das ist ein interessanter Aspekt". Das jüngste Mitglieder in der 80-köpfigen Sektion sei sieben Jahre alt, das älteste derzeit 60 Jahre.

Arnold Kinas war im Strohballenhaus auf der Wasbütteler Streuobstwiese als gut gelaunter Pufferbäcker aktiv. Während er geschickt und routiniert jede Menge Kartoffelpuffer im heißen Fett wendete, plauderte er das bewährte Rezept für die knusperige, goldbraune Köstlichkeit aus: Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, Mehl und je eine Prise Salz und Zucker.

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg - 19. Oktober 2012 - Gifhorn Lokales - Seite G04, Foto: Daniela Wimmer

Manche Wagen sind mehr als 100 Jahre alt

Wasbüttelerin hat kleines Kutschenmuseum aufgebaut und zeigt es Interessierten

Viel Arbeit zum Erhalt von antiken Pferdewagen - die hat Marlena Stumpf-Hotop aus Wasbüttel auf sich genommen. Fünf Kutschen und zwei Schlitten aus Familienbesitz standen Jahrzehnte auf dem elterlichen Hof und verstaubten. Die Gefährte hat die heute 75-Jährige in liebevoller Fleißarbeit wieder auf Vordermann gebracht. "Alle sind fahrbereit", freut sich die ehemalige Lehrerin.Nicht nur das: Alle sind auch sehr ansehnlich - zwei alte Jagdwagen, mal mit Wildfang, mal als konvertible Kutsche; ein mehr als 100 Jahre alter, nobler Landauer; ein Arbeitswagen, eine kleine Ponykutsche und zwei Schlitten - vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Rundherum gibt es viele Fotos und Ausstellungsstücke, die mit Kutschen und Pferden zu tun haben.

Dass es den seit 1985 alle zwei Jahre stattfindenden Weihnachtsmarkt in Wasbüttel noch gibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade die großen Erlöse, die die Wasbütteler jedesmal an die Kinderkrebshilfe in Hannover spenden, hätten ihm beinahe das Genick gebrochen - das Finanzamt forderte Steuergeldzahlungen im hohen vier-stelligen Bereich. Die Truppe um Klaus-Dieter Brandt fand eine Lösung: Sie gründete den Wasbütteler Verein zur Förderung der Kinderkrebshilfe - mit Brandt an der Spitze -, um alles in rechtlich abgesicherte Bahnen zu lenken.

Der rote Fleck am Himmel ist mit bloßem Auge nicht auszumachen. Hobby-Astronom Hartmut Bornemann macht ihn mit seinem Teleskop für alle sichtbar: den 3000 Lichtjahre entfernten Kokon-Nebel im Sternbild Schwan."Zurzeit kann man bei klarem Himmel das Sternbild gut ausfindig machen", sagt Hartmut Bornemann. Und der Nebel ist nur ein Teil des Schwans, "ein sehr interessantes Gebiet mit vielen Objekten."

Lothar Lau wird am heutigen Samstag 70 Jahre alt. Seinen Ehrentag will er außerhalb Wasbüttels im Kreis seiner Familie feiern.

Lau ist seit 2001 Bürgermeister von Wasbüttel, Mitglied im aktuellen Gemeinde- und Samtgemeinderat sowie seit 1986 Mitglied des Gifhorner Kreistags. Bis 2011 gehörte er als Mandatsträger dem Schulausschuss an, von 1990 bis 1996 war er dessen Vorsitzender. Dort konnte er durch seine Berufserfahrung als Lehrer und zuletzt Schulleiter wichtige Themen mit voranbringen. So war er unter anderem Mitinitiator des Schulentwicklungskonzepts. Von 1994 bis 2001 war Lau Vorsitzender des CDU-Kreisverbands.

Vor 15 Jahren hatten sie sich während eines Rhetorik-Seminars für Auszubildende in der Landwirtschaft kennengelernt. Nach drei gemeinsamen Kindern fanden Tina Gevers und Jochen Gaus aus Wasbüttel, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Heiraten gekommen sei. Nachdem sie sich im Isenbütteler Standesamt das Jawort gegeben hatten, standen Spiele vor dem Rathaus, etwa Schlauchkegeln um die Herrschaft in der Ehe, auf dem Programm.

Die Wasbütteler Schützendamen hatten ihrer neuen und alten Königin Monika Stock neben Fähnchen und Girlanden eine kesse Motorbiene vor die Haustür gesetzt. Die Schaufensterpuppe auf dem Motorrad trägt Kleidung und Schutzhelm, die wohl mit Hilfe eines heimlichen Verbündeten den Weg aus Stocks Eigenheim gefunden hatten.

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 5. Juni 2012, Gifhorn Lokales, Seite G03,  Foto: Daniela Wimmer

Sie waren schon viele Jahre locker befreundet, als Amors Pfeil sie unerwartet traf. Jetzt gaben sich die ehemalige Wasbüttelerin Stephanie Schulz und Thomas Köppe aus Isenbüttel im dortigen Standesamt das Jawort. Dem vorangegangen war ein Heiratsantrag, der kurz und knapp ausfiel - aber verbunden mit einem spektakulären Kniefall des Bräutigams.

 

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 24. April 2012, Gifhorn Lokales, Seite G08, Foto: Daniela Wimmer

Vor 50 Jahren verließ sie die Mittelschule Gifhorn, gestern kehrte die ehemalige Klasse 10b an den Ort ihrer Kindheit zurück – die heutige Bonhoeffer-Realschule. Schulleiterin Ruth Schmolke führte rund 20 ehemalige Mitschüler nach dem ersten großen Hallo durch die Schule.

Schon beim Eintrudeln vor der Schule ging das Erzählen munter los. „Hier wurde zu unserer Zeit noch gebaut“, erinnerte sich etwa Herbert Kegel. Den Beleg hatte Werner Uhle, Organisator des Jubiläumstreffen, gleich parat – das Klassenfoto aus dem Jahr 1962. Erinnerungen ans Pauken in der alten Baracke wurden wach.

"Seit dem 1. Juni 2011 bin ich fest bei Volkswagen beschäftigt. Davor habe ich bereits ein Jahr über die Autovision und zwei Jahre für die Wolfsburg AG im Werk gearbeitet. Natürlich bin ich sehr glücklich darüber, dass ich von Volkswagen übernommen wurde. Heute arbeite ich in der Logistik in der Halle 12 und bin auch Teamsprecher.

Party statt Pauken: Abrocken zum Sound von Area Code 05374, Alligators und Gaussbusters war gestern Vormittag in der Oberschule in Calberlah angesagt. Rund 300 Schüler blendeten knapp zwei Stunden lang Mathe, Englisch, Bio und Co aus und feierten stattdessen mit den Nachwuchsbands aus Calberlah, Helmstedt und Velpke.

Sie haben schon oft über diesen Urlaub geredet. Das merkt man, wenn sich Hanni und Dieter Knospe mit Giuseppe Riotto über ihre Sizilien-Reise unterhalten. 1986 hatte der heute 71-Jährige seine Freunde in seinen Heimatort Castellana eingeladen.Sie schwelgen gemeinsam in Erinnerungen, ergänzen sich gegenseitig, und beenden die Sätze des jeweils anderen. Wenn Dieter Knospe nicht mehr weiß, wie genau die sizilianische Käsefabrik hieß, die ihn so beeindruckt hat, dann hilft Giuseppe Riotto ihm aus. Und wenn Knospe seinem alten Freund 'Seppe' ins Wort fällt, dann scheint es so, als habe dieser schon darauf gewartet. So ist das bei alten Freunden und guten Geschichten.

Von Landschafts- und Architekturaufnahmen über Detail- und Portraitfotografien bis hin zu Sportbildern reicht sein Repertoire. Mal stimmungsvoll, mal dynamisch, mal spannend, farbig oder monochrom, alles ist dabei: Bjarne Bauer ist zwar erst 15 Jahre alt und hat erst vor zwei Jahren mit der Fotografie begonnen, doch heute Abend darf er bereits seine erste Ausstellung eröffnen – die Vernissage beginnt um 19 Uhr in der Alten Schule, der Verein Wasbütteler Dorfleben hat ihn dafür gewonnen.

Bjarne Bauer aus Wasbüttel zeigt einen Auszug seiner besten Aufnahmen in der Alten Schule. Bjarne Bauer aus Wasbüttel ist 15Jahre jung - und präsentiert am kommenden Freitag schon seine erste Fotoausstellung, und zwar auf Einladung des Vereins Dorfleben in der Alten Schule.

In der kalten Jahreszeit findet Freizeit eher drinnen statt. Häufiger als sonst kommen Gesellschaftsspiele auf den Tisch. Im Haus Bundfuß-Thorwarth wird das ganze Jahr über gespielt. Die Wasbütteler Familie hat 150 Gesellschaftsspiele zur Auswahl. Spielekartons, wo das Auge hinblickt: Die Regale reichen bis zur 3,20 Meter hohen Decke der Dachgeschossempore im Haus von Carmen Bundfuß und Andreas Thorwarth. Eine variable Leiter mit Führung ermöglicht auch den Kindern Anne (7) und Phil (9) den Zugriff auf die stattliche Sammlung.