Rund 500 runde Exemplare und mittendrin ein viereckiges – in den Regalen von Elisabeth Hesse reiht sich ein Nachttopf an den nächsten: Die 63-jährige hat aus ihrer Sammlung schon vor Jahren ein kleines Museum gemacht. „Und es kommen immer mehr Gäste – sogar ganze Gruppen“, freut sich die Frau mit der etwas anderen Sammlung.

Die Jugendlichen des Angler-Sportvereins (ASV) Gifhorn kamen zu einer außerordentlichen Jugendversammlung in der Vereinshütte an der Oberaller. Der Vorstand hatte die 22 Jugendlichen angeschrieben und eingeladen, da der bisherige Jugendwart des Vereins, Christian Prause, aus persönlichen Gründen darum gebeten hatte, dieses Amt einem anderen Vereinsmitglied zu übergeben.

Wer genau hinschaut, kann ihn erkennen auf der Aufnahme, die Hartmut Bornemann mit seinem Teleskop von der Terrasse aus gemacht hat: den Pelikan. Nach diesem Vogel ist der Nebel im Sternzeichen Schwan benannt. "Man braucht aber viel Fantasie", sagt der Wasbütteler.

Er selbst brauchte dagegen viel Geduld, als er das Foto einer Welt schoss, die 1800 Lichtjahre von unserer entfernt ist.

Teller und Tassen, Krüge und Kannen haben es ihm angetan: Peter Hesse aus Wasbüttel ist ein wahrer Kenner der Bunzlauer Keramik. „Ich bin zufällig dazu gekommen – und heute habe ich eine der größten privaten Sammlungen.“ Interessierte Besucher können sich die nach Anmeldung in Hesses Keller anschauen. Doch zurzeit sind Lücken in den Regalen. Denn: „Einige meiner Lieblingsstücke sind Teil einer Sonderausstellung.“

Da staunten Bärbel und Gerhard Fiedler aus Wasbüttel nicht schlecht: Im Lichtschacht eines ihrer Kellerfenster im Fasanenweg lag ein toter Krebs. Nun fragt der Mann: "Wo kommt der bloß her?"

Regelmäßig schaue er in den Vertiefungen nach, weil immer wieder kleine Tiere dort hineinfielen und nicht mehr allein herauskämen. "Erst einen Tag vorher hatte ich eine kleine Maus gerettet. Lebend." Vor 25 Jahren habe sich sogar mal ein Salamander in den Lichtschacht verirrt - auch den habe Fiedler vor dem Hungertod bewahrt. Gegen solche Irrläufer helfen offenbar weder Gitter noch Zusatzbleche, die der Wasbütteler selbst gebaut hat.

Alles andere als einen Griff ins Klo verspricht ein Besuch im Nachtopf-Museum von Elisabeth Hesse in Wasbüttel. Auch wenn viele Exponate benutzt wurden, ist Nase rümpfen überflüssig. Im schmucken Reich der 500 Pinkelpötte im Keller des Hauses schnüffelt man vergeblich nach der Duftnote einstiger Notdurft.

Für Elisabeth Hesse ist das Hobby stinknormal. Es begann vor 27 Jahren durch Zufall. Auf der Suche nach Dekoration für das Bad im neuen Haus, nahm sie vom Flohmarkt den ersten Nachttopf mit. Der gehört heute zu den unauffälligen Stücken im Sammelsurium, das auf 30 Quadratmetern alles zeigt, was mit dem privaten Geschäft zu tun hat. Die 64-Jährige weiß zu jedem Stück eine Geschichte zu erzählen.

Die Reihen im Kellermuseum von Peter Hesse aus Wasbüttel sind derzeit etwas gelichtet. Ein Teil seiner Sammlung Bunzlauer Keramik ist derzeit auf Reisen.

Der Wasbütteler hat etwa 100 Stücke aus seiner Sammlung, die als eine der größten Deutschlands gilt, als Leihgaben für eine Doppelausstellung zur Verfügung gestellt.

Frido Krauel aus Wasbüttel ist auf dem regionalen Fernsehsender TV 38 schon so etwas wie ein Serien-Star. Auch in diesem Winter zeigt er wieder Dokumentar-Aufnahmen von seinen Tauchgängen ohne Pressluftflasche.
Luft anhalten, abtauchen und die Unterwasserwelt genießen - das will Krauel nicht allein. Deshalb lässt er auch mit seinem neusten Film - dem 83. - wieder die Zuschauer daran teilhaben. Im vergangenen Winter ging es für drei Wochen zum Nord Ari Atoll der Malediven.

Dingdong - und die Freude ist groß. Denn vor der Tür von Regina Halfpap steht Postbotin Ulrike Petersen. Die sei "immer sportlich im Dienst", schreibt Fotograf Ulrich Halfpap. Über die Mitbringsel freuen sich auch Smilla, Magnus und Iliana (im Hintergrund).

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg - 27. November 2012 - Gifhorn Lokales - Seite G04, Foto: Ulrich Halfpap

Wer schaut da angestrengt konzentriert auf sein Blatt und schreibt Buchstabe für Buchstabe so schnell wie ein Erstklässler in der Schule? Die Szene spielt tatsächlich in einer Schule - in der Alten Schule wohlgemerkt. Und der Schüler in der Stube übt sich fleißig in der Sütterlin-Schrift, die ihm Marlena Stumpf-Hotop mittwochs beibringt.
Sein Name - na, schon erkannt? - Klaus-Dieter Brandt.

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg - 23. November 2012 - Gifhorn Lokales - Seite G06, Foto: Reiner Silberstein