2022 04 29az1Seit dem vorigen Sommer gab es im Landkreis Gifhorn 16 Brände mit teilweise schweren Folgen, die meisten von ihnen in und um Wasbüttel. Nun haben Kriminalpolizei Gifhorn und Staatsanwaltschaft Hildesheim nach langwierigen Ermittlungen einen Tatverdächtigen gefunden, gegen den wegen Brandstiftung ermittelt wird, wie Gifhorns Polizeisprecherin Marie-Charlott Seffer mitteilt.

Auf Anregung der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Gifhorn einen Durchsuchungsbeschluss erlassen, sodass am frühen Mittwochmorgen Ermittler der Kriminalpolizei die Wohnung des 19-jährigen Wasbüttelers durchsucht haben. Mit Hilfe der Kriminaltechnik wurden Beweismittel gefunden, die nun allerdings noch aufwändig ausgewertet werden müssen, die Ermittlungen dauern weiter an.

Im August 2021 hatte es in einem leerstehenden Haus im Baumkampsweg in Wasbüttel schon einmal gebrannt, in der Nacht zum 20. Februar 2022 brachen dort erneut Flammen aus – das war der bislang letzte Brand in Wasbüttel, die Polizei informierte, dass sie wegen Brandstiftung ermittele. Im November hatten auf einem Reiterhof bei Ausbüttel 280 Strohballen gebrannt. Im September war in Wasbüttel eine Scheune abgebrannt, das Feuer drohte auf ein leerstehendes Wohngebäude überzugreifen. Und im Juli waren bei Isenbüttel 150 Strohballen und ein Schuppen abgebrannt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Polizei hielt sich lange damit zurück, von einer Serie und von Brandstiftung zu reden – mit der Information über die Durchsuchung am Mittwoch gab es nun auch die offizielle Bestätigung, dass im Fall der 16 Brände wegen Brandstiftung gegen den 19-Jährigen ermittelt wird.

Wer Hinweise zu den Bränden für die Polizei hat, wird gebeten, sich unter Tel. (0 53 71) 98 00 zu melden.

Aus der Allerzeitung vom 29.04.2022, Foto: Phil-Kevin Lux/Archiv