2021 01 20bz1Alle so genannten weißen Gebiete mit Internetanschlüssen im Schneckentempo sind für die Glasfaserinitiative des Landkreises bereits von der Net-Services-Gesellschaft unter der Marke Giffinet vermarktet – ab 20. Januar geht es nun um die schwarzen Gebiete. Die Samtgemeinden Isenbüttel und Brome bilden zusammen das erste Cluster.

 

Wenigstens 60 Prozent der möglichen Haushalte müssten allerdings Verträge abschließen, so ist die Wirtschaftlichkeitskalkulation.

Insgesamt seien rund 6900 Haushalte in diesem ersten Gebiet ermittelt, die nun die Chance bekommen, sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ans Haus zu sichern, verkündeten Inga Lassen und Bente Petersen von Net Services mit Sitz in Flensburg. Die Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag erfolgte via Zoom-Konferenz mit Tobias Schweckendiek, Abteilungsleiter Interne Dienste bei der Samtgemeinde Isenbüttel, und Vertretern der Gemeinde Calberlah.

4700 der Haushalte befänden sich in der Samtgemeinde Isenbüttel, 2200 in Brome. Dabei gehe es nun um die, deren Neuanschlüsse nicht gefördert werden, weil sie bereits Breitbandleitungen mit Geschwindigkeiten von mehr als 30 Mbit pro Sekunde zur Verfügung haben. Ohne Förderung müsse für diese Gruppe allerdings auch eine höhere Quote erreicht werden: 60 Prozent statt 40 wie in den weißen Gebieten. „Das ist eine Bärenaufgabe“, fand Calberlahs Bürgermeister Thomas Goltermann, „aber wir sind zuversichtlich.“ Im Gegensatz zu den weißen Gebieten gebe es in den schwarzen Clustern allerdings keine Streckenlimits mehr für die Verlegungen von der Straße bis zum Haus – Überlängen seien dort nämlich nicht zu erwarten. „Das sind aber die einzigen Unterschiede zu den bisherigen Vermarktungen“, so Lassen, „die Produkte sind die gleichen.“ Sprich: Internetflatrates mit 100 bis 1000 Mbit/sek, Telefonie und TV mit 24-monatigen Verträgen.
Eigentlich war Isenbüttel für ein Cluster zusammen mit Meinersen vorgesehen, bestätigte Lassen auf Anfrage. Aber: „Viele Gemeinden dort haben schon andere Verträge gemacht.“ Deshalb habe man eine neue Paarung vorgenommen. Sie ist eine von vieren. „Wir bauen dann auf die bestehenden Netze der weißen Flecken auf“, sagte Lassen – das sei ein Grund, warum die ausgewählten Haushalte auch ohne Förderung wirtschaftlich angeschlossen werden könnten. Andererseits heiße das auch, dass Isenbüttel-Brome zwar das erste Vermarktungsgebiet ist, aber nicht das erste Baugebiet – für Hankensbüttel-Wittingen-Wesendorf gehe es schon im Juni dieses Jahres los, in Isenbüttel-Brome dann erst frühestens Ende 2021/ Anfang 2022. Weitere schwarze Cluster bilden dann später Sassenburg zusammen mit Gifhorner Ortsteilen sowie die Stadt Gifhorn.
Für alle zusammen rechnet die Net-Services-GmbH mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro. „Alle Interessenten, die sich vorher schon gemeldet hatten, werden jetzt noch einmal angeschrieben“, sagte Petersen. Die alte Interessenbekundung allein zähle nämlich noch nicht für die 60-Prozent-Quote, es brauche zusätzliche Verträge. Die müssten innerhalb der zwölfmonatigen Vermarktungsphase ab 20. Januar unterzeichnet werden. Demnächst soll es eine virtuelle Informationsveranstaltung geben, in der live auf Youtube.de auch Fragen gestellt werden können.

Weitere Informationen unter www.giffinet.de

Warum Glasfaser für Wasbüttel wichtig ist, wird in dem Kommentar zu dieser Meldung erklärt: 20. Januar: Vermarktung für weiteren Glasfaserausbau startet

 

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