2022 06 09bz1Die Planungen für die Kita-Erweiterungen in Wasbüttel und Ribbesbüttel sind auf der Zielgeraden angekommen. Beim Bemusterungstermin im Samtgemeindebauausschuss brachte die Politik beide Vorhaben mit der Festlegung aller Details zu Ausstattung, Materialien und Farben final in die Spur. Was sich die Architekten für das mit Kosten von 9 Millionen Euro bezifferte Bauvorhaben überlegt hatten, kam im Gremium um Vorsitzende Marianne Marschhause (SPD) gut an. Einziger Knackpunkt war der ohne Dachüberstand geplante Giebel am Anbau in Wasbüttel.

Mit Blick auf die Architektur benachbarter Gebäude löste diese Idee bei Bürgermeister Jean-Claude Freund (CDU) Bauchschmerzen aus. „Ich würde gerne Meinungen aus dem Gemeinderat dazu einholen“, sagte er. „Es ist ein Bauvorhaben der Samtgemeinde und nicht der Gemeinde“, entgegnete Gunnar Windmüller von der Verwaltung. „Vertrauen Sie uns, dass wir die aus unserer Sicht beste Lösung für den Komplex erarbeitet haben“, versuchte der Planer Freunds Bedenken auszuräumen. Rückendeckung gab es dagegen von Stefan Knospe (Grüne): „Dieser Wunsch ist legitim, denn die Wasbütteler müssen jeden Tag draufschauen.“

Die Entscheidung fällt der Verwaltungsausschuss. Die Bauarbeiten sollen im Laufe dieses Sommers in Ribbesbüttel starten. In der Bürgerfragestunde äußerten Anwohner Bedenken, dass die zentrale Wiese dabei in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. „Der Anbau entsteht auf der Spielfläche zwischen Schule und Kita“, stellte Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus klar. „Ihre grüne Lunge wird nicht bebaut, aber von hoffentlich lachenden Kindern bespielt.“

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war eine Änderung des Flächennutzungsplanes, der die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet in Ribbesbüttel sowie eine Sonderfläche für den Neubau eines Tierheims ermöglichen soll.

Aus der Gifhorner Rundschau vom 09.06.2022, Foto: Daniela Burucker