Draußen liegt Schnee, aber den Besuchern der Wasbütteler Friedhofskapelle kann die Kälte nichts mehr anhaben: Mit der Erweiterung hat das Gebäude auch neue Bänke erhalten - mit elektrischer Sitzheizung.

"Die Leute haben sich schon sehr positiv über die Heizung geäußert", berichtetet Gemeinde-Bürgermeister Lothar Lau (CDU). Etwa zwei Stunden vor einer Bestattung würden die Heizungen eingeschaltet - so seien Raum und Bänke bereits warm, wenn die Trauergemeinde in der Kapelle eintrifft.

Das ist aber nicht das einzige Ergebnis der Umbauten am Friedhof. Hauptanliegen war den Wasbüttelern, dass es mehr Platz gibt. "Hier passen nun 91 Besucher hinein", sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff, "davor waren es nur 60." Darüber hinaus erhielt die Kapelle mit dem Anbau im Norden neben einem Geräteraum noch eine behindertengerechte Toilette und einen Vorbereitungsraum für den Pastor.

Rund 130000 Euro hat die Erweiterung gekostet - also sogar etwa 10000 Euro weniger als zunächst angesetzt. Samtgemeinde und Gemeinde teilen sich die kosten zu 60 und 40 Prozent. "Die Gemeinde hat aber viele Eigenleistungen mit ihren Mitarbeitern eingebracht, die müssen noch bewertet werden", so Metzlaff.

Zur Freude von Lau habe es keine Komplikationen gegeben - "das Schwierigste war noch die Auswahl der Fliesen", sagt er scherzhaft. Sehr zufrieden sei man mit der holzvertäfelten Raumdecke, die dem älteren Gebäudeteil nachempfunden wurde. "Das haben die Gemeindearbeiter bestens hingekriegt", so Lau.
 

Gifhorner Rundschau, Wolfsburg, 3. Januar 2009, Gifhorn Lokales, Seite G03, Foto: Silberstein