2021 10 05bz1Der Weihnachtsmarkt zugunsten der Kinderkrebshilfe, der bislang alle zwei Jahre viele Tausend Besucher in den Ort gelockt hat, kann diesmal nicht in bekannter Form stattfinden. Mit dem Weihnachtsmarkt auf Bestellung bietet das neue Team an der Spitze des Fördervereins eine Alternative. Statt an kleinen Ständen rund um die Kapelle sollen Weihnachtsfloristik, Gestecke, Selbstgebasteltes und Gebäck nahezu kontaktlos vonstattengehen.

„Wir wollen ab Mitte Oktober Bestellzettel in alle Briefkästen stecken, worauf man ankreuzt, was man haben möchte“, berichtete Bianca Schneider, die den Vereinsvorsitz übernommen hat, nachdem sich Klaus-Dieter Brandt nach 36 Jahren als Motor des Marktes und 12 Jahre an der Spitze des aus der Initiative hervorgegangenen Vereins in den Ruhestand verabschiedet hat. Auch Kassiererin Hanne Mittelstädt hat ihr Amt aufgeben. Gemeinsam mit Schneider und Gabriele Busse-Radünz, die stellvertretende Vorsitzende geblieben ist, bilden Kassenwart Karsten Heuer und Schriftführerin Beate Karl den neuen Vorstand.

Und der sprüht vor Tatendrang. „Wir wollen Weihnachtsfloristik und Gestecke basteln wie immer“, berichtet Schneider. Dafür wird Nadelbaum-Grünschnitt ebenso gebraucht wie fleißige Bastelhelfer und ausrangierte Deko-Utensilien. „Bevor etwas weggeworfen wird, suchen wir uns das Beste raus“, sagte Schneider, bei der alle Planungsstricke zusammenlaufen.

Wie gehabt sind auch Vereine, Kirchengemeinden und die Grundschule mit im Boot. Was sie genau zum Warenkorb beisteuern, ist noch offen.

„Das Grundgerüst steht, aber manches reift noch in unseren Köpfen und ständig kommen neue Ideen dazu“, sagte Karl. Weil die Macher beim möglichen Umfang eingehender Bestellungen noch im Trüben fischen, haben sie entschieden, dass sie die Reißleine ziehen, wenn die Nachfrage das Machbare übersteigen sollte. Am 27. November, dem Tag, an dem der Weihnachtsmarkt ohne Corona stattgefunden hätte, sollen alle Bestellungen zur Abholung bereitstehen. „Der komplette Reinerlös kommt der Kinderkrebshilfe zugute“, sagte Heuer.

Aus der Gifhorner Rundschau vom 05.10.2021, Foto: Daniela Burucker