2021 06 25az1Für den Friedhof in Wasbüttel war von den Grünen beantragt worden, als weitere Beisetzungsform anonyme Erdbestattungen zu ermöglichen. Das allerdings scheitert wohl am Platzmangel. Eine Erweiterung schloss Fachbereichsleiter Stefan Prekale im jüngsten Jugend- und Sozialausschuss aus:

„Ringsum ist Wald. Davon müssten wir wenigstens 2000 Quadratmeter fällen, sofern die Eigentümer überhaupt verkaufsbereit sind.“ Dieser Eingriff sei weder wirtschaftlich noch ökologisch zu vertreten, zumal es sich um einen dichten, wertvollen Bestand an Laubbäumen „von sehr hoher Qualität“ handele, betonte Prekale. „Wald wollen wir dafür natürlich nicht roden lassen“, versicherte Klaus Rautenbach (Grüne). Vielleicht finde sich eine Alternative, schließlich gehe es ja nur um ein bis zwei Beisetzungen pro Jahr. Hella Klinge (SPD) schlug anonyme Gräber im Wald vor.

Marianne Marschhause (SPD) regte an, einen wenig genutzten Teilbereich des Friedhofes nach und nach für die neue Bestattungsform zu nutzen. Das allerdings sei organisatorisch mit erheblichem Aufwand verbunden, erwiderte Prekale.

Für Rolf Schliephacke (SPD) stand derweil fest: „Das ist ein sehr idyllischer Friedhof. Man kann und sollte ihn nicht erweitern.“ Genau das versuchte die Verwaltung mit ihrem Sachstandsbericht zu verdeutlichen. „Aus unserer Sicht ist die Erweiterung gestorben. Es macht keinen Sinn, das weiter zu verfolgen“, sagte Prekale.

Foto: Ron Niebuhr