2021 05 04bz1Mit dem Votum für den Auslegungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes „Ortskern“ hat der Gemeinderat den nächsten Schritt getan, damit Investor Marcel Kramer alsbald mit dem Umbau der ehemaligen Gaststätte Kastanienhof zu einem Wohn- und Geschäftshaus starten kann. Die Politik billigte auch die vom Planer vorgelegten Entwürfe, wonach als farblicher Kontrast zur roten Klinkerfassade teilweise eine anthrazitfarbene Dacheindeckung vorgesehen ist.

Der Bebauungsplan „Ortskern“ beschäftigte die Politik bei ihrer Präsenzsitzung im Bürgertreff ein weiteres Mal. Es ging um eine Stellungnahme zum Antrag eines Grundstückseigentümers, der die Baugrenze am Maschweg für die Errichtung einer Unterstellhalle um 1,5 Meter überschreiten will. Dafür gab es vom Rat grünes Licht. Mit der für den Bauantrag erforderlichen Stellungnahme der Gemeinde ist der Bau noch nicht in trockenen Tüchern. „Wie beim Kastanienhof gilt auch hier: Der Landkreis hat das letzte Wort“, betonte Bürgermeister Hartmut Jonas.

Wer mit Plakaten auf öffentlichen Flächen für kommerzielle Veranstaltungen werben möchte, wird künftig von der Gemeinde mit 55 Euro pro Aktion zur Kasse gebeten. Möglich macht das eine vom Rat einstimmig beschlossene Sondernutzungsgebührensatzung. Das Papier regelt zudem Details zur Entsorgung von „vergessenen“ Bannern und Plakaten. Gleichsam gibt sie der Gemeinde eine Rechtsgrundlage, um nicht genehmigte Plakate entfernen zu können. Bislang war das Plakatieren kostenlos. Werbung für ortsinterne Veranstaltungen bleibt weiterhin gebührenfrei. Mit hohen Einnahmen zur Verbesserung der klammen Finanzlage rechnet die Verwaltung nicht. „Bislang hätten wir im Höchstfall acht Fälle pro Jahr gehabt“, berichtete Jonas.

Auch Personalien standen auf der Tagesordnung: Für die Kommunalwahl am 12. September berief der Rat André Fröhling zum Gemeindewahlleiter sowie Stefan Prekale und Petra Rodat zu dessen Stellvertretern. Coronabedingt etwas ins Stocken geraten sind die Vorbereitungen der im September 2022 geplanten 1000-Jahr-Feier der Gemeinde. „Das Veranstalter-Team steht in den Startlöchern und wartet, dass es weitermachen kann“, beantwortete Jonas entsprechende Nachfragen. „Ideen sind weiterhin erwünscht, und wer sich einbringen möchte, sollte sich bei der Gemeinde melden.“

Auas der Gifhorner Rundschau vom 04.05.2021, Foto: Daniela Burucker