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2021 02 05bz1Die Weichen für die Zukunft des Kastanienhofes sind gestellt. Mit dem Votum für den Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat den ersten Schritt zur Änderung des Bebauungsplanes „Ortskern“ getan, ohne die Investor Marcel Kramer seine Umbaupläne zu einem Wohn- und Geschäftshaus nicht verwirklichen könnte. Das Votum ebnete den Weg zur Unterzeichnung des Kaufvertrages zwischen Kramer und der Samtgemeinde. Wie es danach weitergehen soll, erläuterten Kramer, Bauamtsleiter André Fröhling und Ortsplaner Hans Lindenlaub der Politik.

 

Die Umwandlung des eingeschränkten in ein urbanes Dorfgebiet, soll im Rahmen der Sanierung, den Bau mehrerer Wohnungen sowie die Ansiedlung von Kramers Firma ermöglichen. „Wir planen Lagerräume und monatliche Verkostungen mit Rumverkauf“, berichtete Kramer. Der Fokus der Politik lag auf dem künftigen Erscheinungsbild des ortsprägenden Gebäudes sowie der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. „Von der Fassade wollen wir so viel wie möglich erhalten“, versicherte der Investor. Der erste Entwurf dazu und zum Zuschnitt der Wohnungen soll in wenigen Tagen vorliegen. Laut Kramer gibt es Kontakte zum Hof in Isenbüttel, der großes Interesse hat, zwei barrierefreie Wohnungen für Bewohner anzumieten.

Beschlossen wurde auch der Etat. Gegen die Stimme von Volker Wallmann (SPD) gab der Rat grünes Licht für den Haushalt, in dem bei einem Volumen von rund 1,86 Millionen Euro eine Lücke von 173.000 Euro klafft. Größere Sorgen als das Defizit, das auf 200.000 Euro Mindereinnahmen aus der Einkommensteuer beruht und durch Rücklagen ausgeglichen werden kann, bereiten die roten Zahlen, die in den Folgejahren drohen. „Den nächsten Haushalt müssen wir genau unter die Lupe nehmen und auf Einsparpotenzial abklopfen“, mahnte Finanzausschussvorsitzender Alex Birke (SPD). „Ich wüsste nicht, wo wir den Gürtel noch enger schnallen könnten“, sagte Bürgermeister Hartmut Jonas (Grüne), der zugleich beklagte, dass 75 Prozent aller Mittel in die Umlagen fließen. „Meine Idee, einer anderen Aufteilung der Finanzmittel innerhalb der Samtgemeinde wurde von den finanzstarken Gemeinden abgelehnt.“

In Anbetracht leerer Kassen, sah sich die Politik außerstande, einen Auftrag über Glasfaseranschlüsse für gemeindeeigene Gebäude zu beschließen. Das Thema wurde vertagt, bis die Kosten auf dem Tisch liegen.

Zustimmung gab es für einen Vertrag über die Nutzung von gemeindeeigne Flächen und Gräben, den Jonas mit der Giffinet aushandeln soll.

Auf der Tagesordnung stand auch eine Personalie: Ohne den sonst üblichen Handschlag verpflichtete Jonas die 17-jährige Schülerin Valerie Ahrends als Bürgervertreterin im Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss.

Aus der Gifhorner Rundschau vom 05.02.2021, Foto: Daniela Burucker

Siehe auch

20. Januar: Vermarktung für weiteren Glasfaserausbau startet