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2020 11 21az1Um den Kitabedarfsplan ging es im Jugend- und Sozialausschuss der Samtgemeinde Isenbüttel am Donnerstagabend, und da insbesondere um zwei Punkte: „Wir möchten unsere strategisch-operative Planung absegnen und Planungskosten für die Erweiterung der Kitas in Ribbesbüttel und Wasbüttel einstellen lassen“, sagte Thorsten Müller. Der Sozialkoordinator verwies darauf, dass ein steigender Bedarf an Inklusionsplätzen und -gruppen erkennbar sei. Dieser habe eine Reduzierung der allgemeinen Plätze zur Folge, da er mit einem erhöhten Betreuungsaufwand einhergehe.

 

Rolf Schliephacke (SPD) unterstrich, wie wichtig Inklusion sei, und drängte darauf, ein entsprechendes Konzept bis Mitte kommenden Jahres vorzulegen. Auch Klaus Rautenbach (Grüne) plädierte dafür, die Gruppengrößen anzupassen. Es sei ohnehin wissenschaftlich belegt, dass in kleineren Gruppen effektivere pädagogische Arbeit möglich sei. Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff erwiderte, dass man bei Inklusionsbedarf stets umgehend gehandelt habe. „Es wäre falsch zu glauben, bei uns würde Inklusion klein geschrieben“, sagte er.

Müller bekräftigte das und erklärte, dass man bereits Anfang 2021 beginne, das Konzept in Abstimmung mit den Kitaträgern zu entwickeln. Früher sei es nicht machbar, da man derzeit genug mit der Corona-Pandemie zu tun habe. Aktuell gebe es in der Samtgemeinde vier Inklusionsgruppen und eine Einzelinklusion. 20 bis 24 Verdachtsfälle legten nahe, dass weiterer Bedarf bestehe, erläuterte der Sozialkoordinator. Christina Petzold (SPD) bedauerte, dass sich der Landkreis Gifhorn „schwer damit tut, weitere Inklusionsgruppen zu bewilligen und Mittel dafür bereit zu stellen“.

Absehbar sei, dass die Kitas in Ribbesbüttel und Wasbüttel erweitert werden müssen, sagte Müller. Ribbesbüttels Kita um je eine weitere Kindergarten- und Krippengruppe, Wasbüttels um zunächst eine Krippengruppe mit der Möglichkeit, später eine weitere Kindergartengruppe baulich zu ergänzen. Müller empfahl, die Planung 2021 aufzunehmen, sodass die neuen Kapazitäten zum Kindergartenjahr 2022/23 bereit stehen. Fachbereichsleiter Stefan Prekale fügte hinzu, dass man Gespräche mit der Gemeinde Wasbüttel führen müsse, wie viel Bauland sie für die Erweiterung an die Samtgemeinde abtreten könne. Der Ausschuss stimmte geschlossen der strategisch-operativen Planung zu und empfahl, Planungskosten für die Kitaerweiterungen in den Haushaltsplan des kommenden Jahres einzustellen.

Die Nutzerzahl des Jugendtreffs in Calberlah sei „stark rückläufig“, berichtete Prekale. 2019 sei er durchschnittlich von sechs Jugendlichen besucht worden, 2020 waren es – wohl auch coronabedingt – noch weniger. Aktuell sei der Treff wegen der Pandemie erneut geschlossen worden, gleiches gelte für sein Isenbütteler Pendant, sagte Prekale. Er wies darauf hin, dass die Jugendförderung derzeit an einem neuen Konzept für die Jugendarbeit feile, das Anfang kommenden Jahres vorgestellt werden soll.

In der Kita St. Marien sei mit der neuen Möblierung begonnen worden. Den Anfang machten Cafeteria, Kinderrestaurant und Spielflur, es folgten die Gruppenräume und zu guter Letzt der Bewegungsraum, erläuterte Prekale die Vorgehensweise. Profis seien für die Planung mit an Bord und auch, um sicher zu stellen, dass die neuen Möbel alle erforderlichen Standards erfüllen.

Aus der Allerzeitung vom 21.11.2020, Foto: Jörg Rohlfs