Die Gemeinde stellt sich hinter den jüngst gegründeten Verein, der dem Kastanienhof-Komplex neues Leben einhauchen möchte. Damit dessen Mitglieder gefahrlos prüfen können, ob sich eine Sanierung lohnt, berief der Rat sie zu ehrenamtlichen Helfern. Damit wären sie versichert, falls im Gebäude etwas passiert.

 

Zudem übernahm die Gemeinde vorerst die Verkehrssicherungspflicht für Haus und Hof. Zuvor hatte die Samtgemeinde als Eigentümer grünes Licht gegeben, damit bis Ende September 2019 abschließend geklärt werden kann, ob der Kastanienhof eine Zukunft hat, oder die Abrissbagger doch noch anrücken.

Zudem stimmte der Rat für einen Vertrag mit der St. Marien-Kirchengemeinde, in dem erstmals die Nutzung der Alten Kapelle geregelt wird. Wie bereits von jeher praktiziert, ist die Gemeinde als Eigentümer für das Äußere und die Kirche für das Innere des Gebäudes verantwortlich. "Gefühlt war es schon immer so", sagte Bürgermeister Hartmut Jonas. "Aber bislang existierte darüber keine schriftliche Vereinbarung."

Darin ist geregelt, dass die Kirche die Kapelle für Gottesdienste mietfrei nutzen kann, das Innere aber pflegen muss. Zudem regelt der Vertrag die Nutzung der Alten Schulstube für Kirchencafés sowie eines Raumes in der Alten Schule für Konfirmanden-Vorbereitungen.

Auf der Tagesordnung stand auch ein Fahrradschutzstreifen auf der Hauptstraße. Der Rat beauftragte die Verwaltung beim Landkreis einen Antrag auf Errichtung eines solchen zu stellen. Angedacht ist eine einseitige Lösung, die auf Höhe des Feuerwehrhauses beginnen und am Ortsausgang auf den Radweg nach Isenbüttel münden soll.

Messungen hatten ergeben, dass 80 Prozent, des aus Richtung Ohnhorst kommenden Verkehrs zu schnell in den Ort einfährt. "Spitzenreiter waren mit 80 Stundenkilometern unterwegs", teilte Jonas mit. "Vielleicht reduzieren sie ihr Tempo aufgrund der dann optischen Verengung."

Die Politik stimmte zudem für eine Zweckvereinbarung mit der neuen Vergabestelle beim Landkreis und für den Kauf eines gebrauchten Pritschenwagens samt Anhänger.

Grünes Licht gab es auch für eine Anschubfinanzierung für die geplante Sozialgenossenschaft von anfänglich einem Euro pro Einwohner. Zudem erwirbt die Gemeinde für 500 Euro Anteile an der in Gründung befindlichen Genossenschaft.

Aus der Braunschweiger Zeitung, Gifhorn - 21. Dezember 2018 - - Seite 022