2015 05 21az1Fazit des Bürgerinformationsabends zum Thema Einheitsgemeinde in Wasbüttel am Dienstag: Die Bürger möchten nicht nur informiert werden, sondern mit entscheiden. Am liebsten in Form einer Bürgerbefragung. Die sei allerdings nicht geplant, so Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff.

Gut 50 Bürger wollten es wissen: Waren alle Parteien im Arbeitskreis vertreten, der sich auf Samtgemeindeebene seit 2013 mit dem Thema befasst? Was entscheiden Ortsräte? Wie sieht der Zeitplan aus?

Metzlaff sowie Jürgen Wisch und Erich Day aus der Verwaltung stellten gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Lau die Ergebnisse aus dem Arbeitskreis vor. Heino Fründt reagierte irritiert: „Ich habe den ganzen Abend nur Vorteile einer Einheitsgemeinde gehört. Gibt es denn gar keine Nachteile?" Er befürchte, dass in einer Einheitsgemeinde noch stärkeres Kirchturmdenken seitens der Politik gepflegt werde als in der Samtgemeinde. Für Fred Weidemann ein wichtiger Kritikpunkt: „Hier geht es um Gleichmacherei. Dabei bleiben die unterschiedlichen Bedürfnisse der Orte auf der Strecke."

Day stellte fest: „Uns ging es um eine frühzeitige Bürgerbeteiligung. Da können noch nicht alle Details geregelt sein." Und Metzlaff ergänzte: „Die Argumente, die heute gekommen sind, sind weiter zu verhandeln. Das war uns vorher klar." Ihm sei wichtig, das Thema Einheits- oder Samtgemeinde jetzt bis zum Ende zu durchdenken, „egal wie die Entscheidung aussieht und wann sie fällt". Lau kündigte an, dass der Gemeinderat mit den Bürgern im Gespräch bleibt: „Wir werden weitere Bürgerversammlungen veranstalten, die Diskussion ist heute nicht beendet." Dafür gab's Applaus.

Aus der Allerzeitung vom 21.05.2015 / AZ Seite 16, Foto: Rudert


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