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Die Räume der Wasbütteler Friedenskirche verwandelten sich am Samstag Nachmittag in eine Zirkusmanege. Heike Schineller und ihr Flötenensemble sowie einige „Zirkuskinder“ nahmen die Zuschauer mit in die Zirkuswelt der Flötentöne.
Mit der „Fanfare“ aus der Blockflötenkomposition „At the Circus“ von James Duncan Carey eröffneten die zwölf Flötenspielerinnen die Vorstellung.
 
In seiner mit Tressen besetzten Jacke und dem schmucken Zylinder sah Lasse wie ein richtiger Zirkusdirektor aus. Er begrüßte das teilweise sehr junge Publikum und die Erwachsenen und kündigte den Auftritt der beiden Clowns Zip und Zap (Anna, Carmen) an.
Gebannt verfolgten die Zuschauer ihr pantomimisches Verwirrspiel um einen Ball.
Im Hintergrund spielte dazu das zwölfköpfige Zirkusorchester auf den verschiedenen Flöten „The Clowns“.
 
„The dancer on the high wire“ erklang passend zum Auftritt der Seiltänzerin Joey (Leandra). Im Ballettdress mit rosa Tutu führte sie mit ihrem Sonnenschirmchen anmutig ihre Balanceakte auf dem virtuellen Seil durch.
 
Zwei Schlangenbeschwörerinnen Noah und Stricta (Ella, Anouk) zauberten ihre Schlangen aus einem Korb und ließen sie sich um den Körper winden. Brav verschwanden die langen, grünen Tiere zum Schluss wieder in ihrem Korb. Das Zirkusorchester mit den roten Stupsen auf der Nase und den überdimensionierten Fliegen am Hals spielte dazu ein Blockflötenstück von Lance Eccles.
 
Der Zirkusdirektor höchstpersönlich ließ das Diabolo auf dem Seil und den Handstöcken tanzen. Er schleuderte es gekonnt hoch in die Luft, um es auf dem Seil wieder aufzufangen. Dazu spielten die Flötistinnen Careys „Trapeze Artists“.
 
Am langen Seil ließ Lea den fliegenden „Adler“ Mila seine Kunststücke vorführen. Der Künstler der Lüfte hatte zwar große Ähnlichkeit mit einem Raben, aber das störte das junge Publikum nicht im geringsten.
 
Zu den Klängen der „Fanfare“ marschierten die Zirkuskünstler am Ende der Vorstellung noch einmal alle auf und bekamen begeisterten Beifall.
 
Wieder einmal zeigte das Flötenensemble eine hervorragende Leistung. Auch die Auftritte der kleinen Zirkuskünstler waren liebevoll ausgestaltet, und die Kunststücke wurden mit großem Spieleifer vorgeführt.
 
Nach dem Konzert wurden im Foyer der Kirche Getränke und kleine Knabbereien angeboten, Zeit für Gespräche.
 
Möglicherweise übt nun der eine oder andere kleine Zuschauer zu Hause heimlich mit Mamas Wäscheleine das Seiltanzen oder andere Kunststückchen. Ausgeschlossen ist es nach den Anregungen von heute nicht: Manege frei!