Ortsbrandmeister Jens Zirbes ging jetzt in die Schule - und zwar um das Löschen eines Fettbrandes und die Explosion von Spraydosen im Unterricht zu behandelten. Dazu leitete er die Feuerwehr-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule.

Jonas, Marieke, Pascal, Fabian und Wencke sind mit Feuereifer bei der Sache. "Was ist zu tun wenn ein Topf auf dem Herd brennt", fragt Zirbes das vorher theoretisch besprochene ab, bevor Nico Holzhaus auf dem Parkplatz zur Tat schreitet und eine Fettexplosion vollzieht. Pascal hat gut aufgepasst: "Herd ausstellen, Topf von der Platte nehmen und aufpassen, dass ich mir nicht die Finger verbrenne", weiß der Viertklässler wie aus der Pistole geschossen.

Brandschutzerziehung in allen Lebenslagen wird während der 14-tägigen Doppelstunde behandelt. "Sollte die Schule brennen, wissen die Kinder, was zu tun ist", ist sich Zirbes sicher. "Es war das beste AG-Angebot", meinte Marieke, die in der Kinderfeuerwehr ist. Die Jungs überlegen, es ihr nachzutun. Das wäre im Sinn des Ortsbrandmeisters. "Wenn wir nebenbei ein paar zusätzliche Kinder für unseren Nachwuchs gewinnen können, ist es eine gute Sache", meint Zirbes augenzwinkernd.

Bisher standen Fahrzeug- und Gerätekunde, das Absenden eines Notrufs, ein Feuerwehr Lehrfilm, das Verhalten im Brandfall und das Löschen von Kleinbränden auf dem Stundenplan. Für die nächsten Male sind noch eine Bastelaktion und der Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Braunschweig geplant.
 

Gifhorner Rundschau, Wolfsburg, 18. November 2008, Gifhorn Lokales, Seite G06, Foto: Daniela Wimmer
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