Wer einen Feuerlöscher zur Hand hat, kann damit noch lange kein Feuer löschen. Nur wenn man weiß, wie er funktioniert, gelingt das. Die Kinder der Feuerwehr-AG der Wasbütteler Grundschule lernten dies gestern von Ortsbrandmeister Jens Zirbes und Nico Holzhaus.
Was steckt drin im Feuerlöscher – Pulver oder Schaum? Und wie wirkt sich das beim Löschen aus? Diesen Fragen gingen die Viertklässler Pascal, Jonas, Marieke-Antonia und Fabian gestern zunächst in der Theorie nach. „Feuer darf man nicht gegen den Wind löschen, sonst kriegt man Qualm und Flammen ab“, sagt Jonas. Und Marieke-Antonia weiß, dass Haarspray und Rasierschaumdosen beim Badezimmerbrand richtig gefährlich werden können: „Die explodieren dann.“
Zirbes und Holzhaus freuten sich, dass die Kinder bereits recht fit in Sachen Brandschutz sind. Das zeigt, wie gut das Konzept der zweiwöchentlichen Feuerwehr-AG aufgeht: Den Kindern soll die Gefahr von Feuer bewusst gemacht werden. Sie sollen aber auch lernen, dass richtiges Verhalten viel Schaden und Unheil abwenden kann. Das klappt mit praktischen Beispielen am besten. Und dafür vernebeln die Männer auch schon mal das Gerätehaus: „Dann sehen die Kinder genau, dass der Rauch immer nach oben zieht“, sagt Zirbes.
Gestern löschten sie selbst ein Feuer – keinen großen Hausbrand, sondern ein überschaubares Lagerfeuer. Aber selbst das will gelernt sein. Zirbes ruft den Kindern die richtige Technik ins Gedächtnis: Mit dem Pulverlöscher immer von unten nach oben löschen. Und nicht voll draufhalten, auch wenn das am meisten Spaß macht. Kurze Stöße abgeben. Die Pulverwolke soll sich über dem gesamten Brand ausbreiten. Und weil die Kinder so gut mitmachen, führen Zirbes und Holzhaus noch einen Fettbrand vor und feuern einige Haarspraydosen über die Wiese.
Quelle: Allerzeitung vom 14.11.2008, Foto: Niebuhr