Wenigstens drei Mal ist die Wasbütteler Feuerwehr in ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte bereits umgezogen. Am derzeitigen Standort nahe des Ortsausganges in Richtung Ohnhorst haben die Brandschützer ihr Gerätehaus vor genau zehn Jahren bezogen. Das feierten Aktive, Senioren, Kinder und Jugendliche jetzt mit einem kleinen Grillfest.

Die bisherigen Quartiere auf dem Kapellenhof, an der Ecke von Schulstraße und Hauptstraße sowie auf dem Schulhof, hat die Wehr hinter sich gelassen. Mit immenser Eigenleistung haben sich die Brandschützer ihre neue Bleibe vor zehn Jahren geschaffen.

Die fleißigsten der insgesamt 145 Bauhelfer übernahmen damals Patenschaften für je einen Baum auf der benachbarten Obstwiese. „Wem welcher Baum gehört, weiß heute aber niemand mehr so richtig“, sagte Ortsbrandmeister Jens Zirbes.
Daher losten die Brandschützer beim Jubiläumsfest die Bäume den 17 Helfern von einst neu zu. „Apfel, Birne – es ist eigentlich alles dabei. Auch viele alte Sorten“, sagte Zirbes. Besonders begehrt waren die Birnenbäume.

Die Paten banden an die Bäume Nummern – die finden sich künftig auf einer Schautafel am Eingang zur Obstwiese neben den Namen der Paten wieder. Das Chaos hat damit ein Ende,

„jetzt pflückt niemand mehr den Baum eines anderen leer“, scherzte Zirbes. In manchem Jahr sollen gar alle Bäume von nur einem Bauhelfer abgeerntet worden sein.

Geehrt für 50-jährige Treue zum Feuerwehrwesen wurde übrigens Heinz Glindemann.


Aus der Allerzeitung vom 09.06.2011 / AZ Seite 21, Fotos: Ron Niebuhr