Es liegt zehn Jahre zurück, dass an der Ohnhorster Straße überwiegend in Eigenleistung das Wasbütteler Feuerwehrhaus errichtet wurde. Damals waren 145 Helfer monatelang im Einsatz. Daran erinnerte Ortsbrandmeister Jens Zirbes beim geselligen Beisammensein anlässlich des runden Jahrestages des Gebäudes.
Statt der gesamten Helferschar von damals hatte die Wehr nur alle Aktiven und die 17 Baumpaten der benachbarten Streuobstwiese zum Jubiläum im kleinen Kreis eingeladen. "Die Wiese war als Ausgleichsfläche für den Bau des Feuerwehrhauses entstanden", berichtete Zirbes. Wer die meisten Arbeitsstunden geleistet hatte, bekam damals als Dankeschön die Patenschaft für einen der Apfel- und Birnenbäume übertragen.
Mit den Jahren geriet die Wiese an der Kreisstraße 64 etwas in Vergessenheit und wurde stiefmütterlich behandelt statt gehegt und gepflegt. Keiner wusste irgendwann mehr so richtig, wer zu welchem Baum gehörte. "Wir fangen jetzt einfach neu an", sagte Zirbes.
Am Rande der zwanglosen Jubiläumsveranstaltung wurden die Bäume den Paten einfach neu zugelost und sofort mit witterungsresistenten Namensschildern versehen.
Danach stand Kameradschaftspflege im schattenspendenden Gerätehaus auf dem Programm. Bevor der Ortsbrandmeister Zirbes die Uniform mit kurzer Hose tauschte, hatte er noch eine ganz besondere Ehrung vorzunehmen. Die galt Heinz Glindemann, der für 50 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurde.

Ich weiß, warum die Baumpaten in Wasbüttel in den ersten Jahren kaum Interesse an ihren Pflänzchen hatten: Anfangs trugen die Apfel- und Birnenbäume wohl kaum Früchte. Die Sache wird doch jetzt erst richtig interessant. Guten Appetit!


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Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 7. Juni 2011, Gifhorn Lokales, Seite G05, Foto: Wimmer