Körperbeherrschung, Konzentration und Kondition sind bei der chinesischen Kampfkunst Wushu gefragt. Der MTV Wasbüttel möchte sie seinen Mitgliedern als neues Angebot nahe bringen. Am Wochenende präsentierten Athleten des Wolfsburger Vereins Wuyou mit ihrem Trainer Meister Ruiqi Jia die Wushu-Formen Taolu und Taiji.


Taiji und Taolu sind ähnlich, der Unterschied liegt im Tempo. Taiji läuft in langsamen, fließenden Bewegungen ab – Taolu ist schnell und ruckartig, auch Sprünge gehören dazu. Beides ist ideal, um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen. Und vor allem mit Taiji „kann man wunderbar Stress abbauen“, erzählte Mario Hahn.
Der Sprecher des Wolfsburger Vereins Wuyou erklärte, dass Wushu für nahezu jedes Alter geeignet sei: „Unsere Mitglieder sind zwischen drei und 88 Jahre alt.“ Zu Wushu zählt noch eine dritte Form: Sanshu. Der harte Kontakt-Kampfsport gehört aber nicht zum Angebot des Wolfsburger Vereins: „Das ist uns zu martialisch“, betonte Hahn.
Auch der MTV Wasbüttel verzichtet auf Sanshu: „Wir möchten nur Taolu und Taiji anbieten“, betonte Vereins-Chef Peter Marwede. Dort kommen wenn überhaupt nur ungefährliche Trainingswaffen zum Einsatz. Sofern die Nachfrage stimmt, soll im MTV Wasbüttel eine Wushu-Sparte gebildet werden.
Als Trainer wolle man Meister Ruiqi Jia gewinnen, berichtete Marwede. Ob aus Wushu in Wasbüttel etwas wird, ließ der Vereinsvorsitzende allerdings noch offen. Für die eindrucksvolle Präsentation der Wolfsburger Kampfkunst-Sportler jedenfalls hatte Marwede auf ein wenig mehr Zuspruch aus der Dorfbevölkerung gehofft.
Marwede
Aus der Allerzeitung vom 31.05.2011 / AZ Seite 19, Fotos: Ron Niebuhr