Mit historischen Fotos haben sich die Wasbütteler auf Spurensuche im Dorf begeben: Wo sind die abgebildeten Häuser, Straßen und Plätze? Und wie haben sie sich verändert? Erste Antworten gibt seit Montag eine Ausstellung in der Alten Schule, weitere möchte die Geschichtswerkstatt noch finden.
Angestoßen hat den „Blick in die Vergangenheit“ Christine Linne. Das Projekt der geschichtlich interessierten Wasbüttelerin veranschaulicht mit einfachen Mitteln, wie das Dorfbild dem Wandel der Zeit unterliegt: Historische Aufnahmen stehen in aktuellen Fotos – entweder als Montage oder direkt vor Ort ins Bild gehalten.
„Eine tolle Zusammenarbeit der Generationen“, lobt sie. Ältere Wasbütteler haben ihre Archive geöffnet, jüngere die jeweilige Szenerie neu abgelichtet. Nach nur fünf Wochen sind schon viele Aufnahmen im Kasten – eine Auswahl zeigt die Ausstellung in der Alten Schule.
Einige Orte waren gar nicht so leicht zu finden: „Die Wassermühle gibt es seit 1972 nicht mehr, auch die Bockwindmühle ist längst verschwunden“, erzählt Linne. Manchmal standen den Fotografen auch mittlerweile zu beachtlicher Größe herangewachsene Bäume im Weg.
Beendet ist die fotografische Spurensuche noch nicht. „Die Ausstellung motiviert vielleicht weitere Wasbütteler, sich uns anzuschließen“, hofft Linne. Die Fotos sollen als Grundlage für offene Gesprächsrunden dienen, deren Ergebnisse schriftlich festgehalten werden. Und daraus könnte dann eine Buchreihe zu markanten Orten im Dorf entstehen.
Aus der Allerzeitung vom 05.10.2011 / AZ Seite 23, Fotos: Ron Niebuhr (2)