Im Garten von Waltraud und Günther Fischer sind die Aufgaben klar verteilt. Teich und Fische sind sein Ein und Alles, sie gestaltet das Drumherum aus Beeten, Hecken und Sträuchern. Und wie prima sich beide ergänzen, erlebten die Besucher jetzt, als die Wasbütteler ihre Pforte zur Begegnung im Garten öffneten.
Elf Jahre hat Günther Fischer für Volkswagen in Südafrika gearbeitet. 1988 ist das Ehepaar Fischer nach Deutschland zurückgekehrt. Nach Wasbüttel kamen sie eher zufällig: „Wir haben im 25-Kilometer-Radius um Wolfsburg nach einem Haus gesucht“, erzählt Günther Fischer. Im Wasbütteler Schlesierring fanden sie ihr Traumhaus – vor allem wegen der Lage: hinterm Grundstück sind eine Streuobstwiese und ein Naturschutzgebiet.
„Die Aussicht ist also unverbaubar“, freut sich Fischer. Das Haus sei „eigentlich nichts besonderes“, sagt Günther Fischer.
In den Garten haben seine Frau und er mehr Zeit und Arbeit gesteckt: „In Südafrika nennt man das Outdoor Living“, erklärt er.
Für den ehemaligen Aquarianer Günther Fischer heißt das zunächst einmal Teichpflege. Darin lebt neben Gründlingen und Rotfedern ein besonders prächtiges Exemplar: ein 23 Jahre alter Koi-Karpfen.
Waltraud Fischer achtet darauf, dass das Hobby ihres Mannes nicht ausufert. Nach zwei Teicherweiterungen und einem Bachlauf habe sie gesagt „Jetzt ist Schluss“, erinnert sie sich. Bei der Gartenarbeit überlässt sie ihm gerne das Rasenmähen. Doch schon das Kantenschneiden übernimmt sie lieber selbst: „Sonst ist hinterher alles krumm und schief“, winkt Waltraud Fischer schmunzelnd ab.
Aus der Allerzeitung vom 24.08.2011 / AZ Seite 18, Foto: Ron Niebuhr