Was ist der Klimawandel überhaupt, wie entsteht er und was kann man gegen ihn tun? Antworten auf diese Fragen fanden die Dritt- und Viertklässler der Wasbütteler Grundschule gestern selbst heraus– als kleine Forscher wagten sie einen Blick in die Zukunft und suchten nach Lösungen für das wohl drängendste Problem der Menschheit. Geoökologin Lena Haller und Landschaftsplanerin Petra Sommer aus Freiburg machten mit ihrem Klimamobil gestern Halt an der Wasbütteler Grundschule: „Die Erde hat Fieber – aber was sollen wir dagegen tun?“, fragten sie den Nachwuchs.
Wadenwickel müssten mindestens 40.000 Kilometer lang sein, „und ins Bett legen können wir die Erde auch nicht“, stellte Sommer fest. Beide Lösungen schieden also aus. Zeit, um an die Ursache des Klimawandels zu gehen: „Die blasen zu viel CO2 in die Luft“, wusste ein Schüler. Wer tut das? „Na die, die den Strom machen. Und die vielen Autos. Und die Bauern mit den großen Viehställen.“ Hut ab, besser hätten es die jungen Wissenschaftlerinnen wohl auch nicht erklären können.
In kleinen Experimenten fanden die Wasbütteler Schüler dann noch heraus, wie der Treibhauseffekt abläuft. Nun wissen sie, wieso die Erde schwitzt – und was sie gegen die globale Erwärmung tun können, das haben sie längst begriffen: „Die Kinder können schon jetzt ihren kleinen Teil beitragen“, so Sommer. „Sie können Strom sparen, sich nicht überall von Mama und Papa mit dem Auto hinfahren lassen und weniger Fleisch essen.“
Foto: Nowak
Aus der Allerzeitung v. 15.12.2011 Seite 25