Explosionen und Geburten von Sternen, hunderte Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien und Gaswolken sind es, was den Wasbütteler Hartmut Bornemann interessiert. Sein Hobby nimmt inzwischen die gesamte Freizeit in Anspruch – am Mittwoch, 25. Februar, stellt er es seinen Mitbürgern vor.

 

Vor vier Jahren hat ihn die Leidenschaft gepackt. „Mir fiel in der Bibliothek ein Buch in die Hände“, erinnert sich Bornemann. Darin fand er eine Fotografie des Saturns mit seinen Ringen. „Von einem Amateur gemacht – und das Bild sah richtig gut aus“, erzählt er. Fotografie war schon immer sein Steckenpferd, das Interesse an der Astronomie ebenfalls seit Jahren vorhanden.

Nach der Pensionierung verband er beide Interessen. Eine Stahlsäule im Garten verrät Bornemanns Hobby: Wo andere tagsüber einen Sonnenschirm aufstellen, installiert er bei Einbruch der Dunkelheit sein Teleskop. Und dann versinkt der frühere VW-Abteilungsleiter in den Weiten des Universums.

Atemberaubende Aufnahmen macht Bornemann mit seinem Equipment: Rötliche Gaswolken, die Oberfläche des Mondes und den Schleiernebel im Sternbild des Schwan hielt er bereits mit der Kamera fest. Seine Faszination für das Weltall lässt nicht nach – Bornemann will mehr sehen, aber die Lichtverschmutzung versperrt ihm die Sicht. „In Namibia ist die Milchstraße wie ein helles Band am Himmel zu sehen, hier bei uns nur mit sehr viel Technik“, erzählt er. Schuld seien die „vielen überflüssigen Lichtquellen“, erklärt er. „Sie versperren uns den Blick auf unsere Umgebung.“ Mit „uns“ meint Bornemann die Erdenbürger, mit „Umgebung“ das Universum. „Es gibt keinen schwarzen Himmel, aber für uns wird er immer schwärzer“, warnt er.

Bornemanns Vortrag am Mittwochabend trägt den Titel „Die Sterne über Wasbüttel“.

Los geht es um 19 Uhr im Bürgertreff. Er stellt Sternbilder vor, gibt einen Einblick in die Geschichte der Astronomie und zeigt Ergebnisse seiner Fotosafaris im Weltall.

Quelle: Allerzeitung vom 21.02.2009 / AZ Seite 24 Ressort: GLOK, Foto: Bornemann