Der Taucher ohne Pressluftflaschen, Frido Krauel aus Wasbüttel, war wieder unter Wasser auf der Pirsch nach atemberaubenden Filmaufnahmen – und wurde fündig im Roten Meer und auf den Malediven.

 

"Der Manta hatte 7 Meter Spannweite, war etwa 1,2 Tonnen schwer", erzählt der 66-Jährige, "in dieser Größenordnung habe ich noch nie einen gefilmt." Diesmal gelang ihm das aus nächster Nähe, zweieinhalb Minuten lang. An gleicher Stelle, bei Sharm el Sheikh in Ägypten, war ihm erst vor etwa einem Jahr ein Walhai vor die Videokamera geschwommen (Rundschau berichtete). "Die Küste des Sinai ist eine der schönsten und besten Tauchplätze der Welt."

Aber auch beim dreiwöchigen Aufenthalt auf den Malediven hatte der Wasbütteler Glück: Riesenzackenbarsche, Muränen, Schildkröten, Haie und riesige Schwärme von Fischen filmte er an den Riffen um Helengeli. "Die außergewöhnlich starke Strömung weg von der Insel behinderte immer wieder die Filmaufnahmen", so Krauel. Aber er freut sich, dass sich das Ökosystem dort langsam wieder erholt. 1998 kam es durch warme Wasserströmungen (El Niño) zu einer Korallenbleiche.

Die neuen Filme von Frido Krauel werden wieder vom regionalen Fernsehsender TV 38 (über Kabel) ausgestrahlt. Diesmal gibt es allerdings eine Neuerung: Der Taucher hat sie alle kommentiert.

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 16.12.2006, Fotos: Frido Krauel