An den Katzentisch mussten die Mitglieder des Gemeinderates ausweichen – so groß war der Andrang zur Weihnachtsfeier für Senioren in der Wasbütteler Sporthalle. Kein Wunder, denn schließlich gab es einen besonderen Anlass. Erstmals in der Geschichte des Ortes wurden nämlich zwei Ehrenbürger ernannt. Günter Sluga und Ernst Scheller können sich über diese ganz besondere Ehrung freuen.

„Der Rat hat das einstimmig beschlossen“, sagte Bürgermeister Lothar Lau in seiner Laudatio. Der gebürtige Wasbütteler Scheller übernahm nach der Ausbildung die elterliche Schmiede. Als Obermeister der Metallinnung wurde er im Jahre 1990 schließlich zum Ehrenobermeister. In der Feuerwehr, dem Schützenverein und dem MTV Wasbüttel war er nicht nur Mitglied, sondern sehr aktiv. Von 1953 bis 1969 war Scheller stellvertretender Ortsbrandmeister. Er brachte es sogar zum Vorsitzenden der Chorgemeinschaft. Dabei half er mit, den Verein wieder zu mehr Mitgliedern zu verhelfen. Um die Dorfgemeinschaft zu fördern, spendete Scheller einen Pokal, der seitdem alljährlich unter den Vereinen ausgeschossen wird.

 

Auch Günter Sluga ist nicht mehr aus Wasbüttel wegzudenken. „Besonders in den Sportverein investierte er viel Zeit“, sagte Lau. Als er hörte, dass der MTV für den Spielbetrieb noch nicht genügend Schiedsrichter hatte, absolvierte Sluga prompt eine Ausbildung und leitete seither viele Partien. Auf der Baustelle des Schießheims war er fast täglich anzutreffen. „Und als Nachbar half er Migranten mit Rat und Tat“, lobte Lau, „mitunter auch finanziell.“

Nach der feierlichen Ehrung gab es noch ein buntes Programm für die Besucher. Erstmals trat der Gemischte Chor unter der Leitung seines neuen Dirigenten Elmar Diener auf. Pastor Dirk Zobel von der Freikirche und Pastor Hans-Joachim Kall von der St. Marien-Gemeinde sprachen Grußworte. Und auch die Grundschüler trugen zur Unterhaltung bei.

Quelle: Allerzeitung vom 9.12.2008, Foto: Lindemann-Knorr