Die Gemeinde Wasbüttel hat erstmals zwei Ehrenbürger ernannt. Bürgermeister Lothar Lau würdigte am gestrigen Sonntag bei der Weihnachtsfeier Ernst Scheller und Günter Sluga mit dieser Auszeichnung.
Scheller wurde für seine Verdienste um das Zusammenleben im Ort und für sein Engagement für die Ausbildung junger Menschen im Metallhandwerk geehrt. Lau wies in seiner Laudatio darauf hin, dass Scheller in Wasbüttel geboren wurde und nach der Schulzeit im elterlichen Betrieb Schmied gelernt habe. Er bestand die Meisterprüfung, übernahm 1950 den elterlichen Betrieb. 1966 wurde er Obermeister der Schmiede-Innung, 1978 Obermeister der Metall-Innung.
In Wasbüttel trat Scheller 1948 der Feuerwehr bei, Mitglied im MTV Wasbüttel ist er seit 1936, im Schützenverein seit 1952. Dem Männergesangverein gehört er seit 1950 an. Um die Vereine des Dorfes zusammenzubringen, stiftete Ernst Scheller einen Pokal, um den jährlich geschossen wurde.
Günter Sluga hingegen wurde für seine besonderen Verdienste für die Vereine des Dorfes und seine langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Ehrenbürger ernannt. Lau sagte in seiner Laudatio, dass er die viele ehrenamtliche Arbeit nur teilweise anreißen könne. Als dem MTV Wasbüttel Schiedsrichter für den Spielbetrieb fehlten, machte Sluga die Ausbildung und leitete über Jahre hinweg Fußballspiele im Landkreis. Beim Bau des Schießheimes 1985 half er fast jeden Tag. Beim Richtfest sorgte er für die Musik, denn er bezahlte die Feuerwehr-Kapelle Meine. Als Platzwart hielt er viele Jahre das Sportgelände und später das Grundstück der Feuerwehr in Ordnung. Nach der Grenzöffnung unterstützte er den Schützenverein Warnstedt. Und als Wohnungsnachbar half er Migranten.
Foto: Chris Niebuhr
Gifhorner Rundschau, Wolfsburg, 8. Dezember 2008, Gifhorn Lokales, Seite G05
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