Die Samtgemeinde Isenbüttel hat ihren Ehrenbürgermeister Willi Müller aus Wasbüttel verloren. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 85 Jahren.

Die Lokalpolitik war sein Leben - von 1956 an war der Sozialdemokrat 40 Jahre lang ununterbrochen im Gemeinderat Wasbüttel vertreten. 1973 bereitete er die Samtgemeinde im Interimsrat mit vor und gehörte dem Rat bis 1996 an - als SPD-Fraktionssprecher. Genauso lange hielt er die SPD-Flagge im Kreistag hoch. Von '72 bis '81 war er Gemeindebürgermeister, während seiner letzten Wahlperiode hatte er das Amt auf Samtgemeindeebene inne.

"Er war ein sehr verdienstvoller Politiker", sagt Rolf Schliephacke, der heutige SPD-Sprecher, "er hat die Politik im Kreisrat mit geprägt". In seinem Heimatort hatte er darüber hinaus immer ein wachsames Auge auf die Finanzen - als Kassenverwalter.

"Der Mann war vom Fach", kann sich Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff gut an ihn erinnern. Müller habe beim Ordnungsamt der Stadt Wolfsburg gearbeitet, als er ihn kennen lernte. "Er brachte aus Wasbüttel immer einen fertigen Haushaltsplan mit, da brauchte man nicht mehr dran herumfeilen." Metzlaff habe die Gespräche mit Müller über die kleine und große Politik immer genossen.

Als einen "sehr, sehr guten Parteikollegen" hat ihn Liselotte Grohn aus Isenbüttel in Erinnerung, die jahrelang neben ihm im Samtgemeinderat saß und ihn auch von vielen gemeinsamen Unternehmungen kannte: "Es gab nie ein verqueres Wort. Wir waren auf der gleichen Wellenlänge." Die Zusammenarbeit sei immer "sehr kameradschaftlich und freundschaftlich gewesen".

Die Trauerfeier findet am kommenden Freitag um 12 Uhr statt. rs

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 5. April 2011, Gifhorn Lokales, Seite G05, Archivfoto: Samtgemeinde