SPD und Grüne sind die Gewinner in Isenbüttel - sowohl im Samtgemeinderat als auch in den Gemeinden Isenbüttel, Calberlah und Ribbesbüttel.
Samtgemeinde: Die CDU hat zwar noch die meisten Stimmen, aber den Partner FDP komplett verloren. Sozialdemokraten und Grünen können sie gemeinsam überflügeln (Stand zu Redaktionsschluss). "Ich bin ganz stolz", so Klaus Rautenbach (Grüne), "endlich gibt es keine Betonmehrheit mehr." Auch Rolf Schliephacke (SPD) weiß, dass er das vorrangig den Grünen zu verdanken hat: "Ich hoffe sehr, dass wir nun die alte Mehrheit ablösen." "Das Ergebnis ist eindeutig", weiß auch Jochen Gese (CDU). Ebenfalls im Rat: Sören Tesch aus Wasbüttel von der Piraten-Partei.
Gemeinde Isenbüttel: Auf eine komfortable Mehrheit kann Isenbüttels SPD mit Bürgermeister Peter Zimmermann blicken. "Das ist triumphal!", sagt Zimmermann, "ich fühle mich gut, unsere Arbeit ist von den Bürgern bestätigt worden." die 50er Marke war fast greifbar. Enttäuschung bei der CDU: "Zimmermann hat eindeutig gewonnen, das ist ein super Ergebnis", lobt Henning Müller. Was für den Stimmenverlust verantwortlich war, wusste er nicht zu sagen - "vielleicht war es der Bürgermeister-Bonus."
Calberlah: Alles blickt auf Einzelkandidat Hermann Plagge. Im Ringen von CDU (8 Sitze) gegen SPD (5) und UWG (3) wurde er zum Zünglein an der Waage. "Ich werde schon stark umworben", sagt Plagge. Aber für ihn sei es noch zu früh, sich zu entscheiden. Uwe Kunkel (SPD) wähnt Plagge allerdings eher auf seiner Seite für einen Bürgermeisterwechsel: "Die Chance ist da!" "Das müssen wir erst einmal so hinnehmen, sagt der jetzige Bürgermeister Gese (CDU)". Die Einbrüche macht er in Wettmershagen aus.
Ribbesbüttel: Einen neuen Bürgermeister wird es in der Gemeinde Ribbesbüttel geben - und der dürfte Ulf Kehlert (SPD) heißen. "Es wird darauf hinauslaufen. Das muss ich erst einmal auf mich wirken lassen", sagt er selbst völlig überrascht. Seine Partei überholte die CDU knapp mit drei Prozent Differenz. "Wir haben einen Sitz mehr." Eigentlich errang die SPD nur in Vollbüttel die Mehrheit, aber das reichte. "Das ist der Wille der Gemeinde", sagte Noch-Bürgermeister Heinrich Stieghahn (CDU), "nun müssen die anderen erstmal sehen, was Arbeit ist."
Wasbüttel: Die CDU mit Bürgermeister Lothar Lau behält das Zepter in der Hand. "Ich bin stolz und zufrieden", so Lau, "auch wenn die CDU überall Stimmen verloren hat." "Er hat gute Arbeit gemacht, das kann ich neidlos sagen", so Kontrahentin Britta Schliephacke (SPD). Ihre Partei habe sich wenig profilieren können, weil Themen wie Alte Schule und Bürgertreff unstrittig waren. Im Rat sind nun auch Hartmut Jonas (Grüne) und Rainer Schinkel (Einzelvorschlag).
Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 12. September 2011, Gifhorn Lokales, Seite G07, Foto: Silberstein