„Wir wollten ihn lieber nicht mit dabei haben, aber es geht leider nicht anders“, nimmt SPD-Fraktionschefin Britta Schliephacke kein Blatt vor den Mund. Jürgen Heitmann hat als Parteimitglied das Recht, auf der Liste der Wasbütteler SPD für den Rat zu kandidieren.

 

„Unsere Statuten schreiben das so vor – wir haben uns extra bei höheren Parteigremien schlau gemacht“, berichtet Schliephacke. Über Heitmanns Kandidatur hat die Partei also gar nicht zu entscheiden, lediglich die Verteilung der Listenplätze liegt in ihrer Hand.
Und da haben ihm die Genossen den vorletzten Platz zugedacht – in der Hoffnung, dass er so den Einzug in den Rat verpasst. Denn sollte Heitmann gewählt werden, sitzt er wieder mit denselben Leuten in einer Fraktion, die ihn vor vier Jahren rauswarfen.
Und wenn er ihnen nach der Wahl keinen Anlass für einen abermaligen Ausschluss bietet, müssen sich die Wasbütteler Sozialdemokraten wohl oder übel damit anfreunden.
Fragt sich nur, warum Jürgen Heitmann sich das eigentlich antut? „Ich bin schon fast 50 Jahre in der SPD und habe schon vieles erlebt – das überstehe ich dann auch noch“, sagt der 67-jährige Rentner. Eine Kandidatur als Unabhängiger schließt er aus: „Ich stehe zu meiner Partei!“

Und das ist die Reihenfolge auf der Wasbütteler SPD-Liste zur Kommunalwahl:

  1. Britta Schliephacke
  2. Alex Birke
  3. Volker Wallmann
  4. Stefan Kreisel
  5. Jürgen Heitmann
  6. Kerstin Birke.

Aus der Allerzeitung vom 22.07.2011 / AZ Seite 15