Schnell unterwegs sind viele Autofahrer auf den Ortsdurchfahrtsstraßen in Wasbüttel. Bürgermeister Lothar Lau möchte dem mit einer optischen Fahrbahnverengung entgegen wirken – der Bauausschuss nahm diese Idee jedoch mit eher gebremster Euphorie auf.

 

Am Rand von Calberlaher Straße und Hauptstraße sollen Radwege markiert werden.
Bürgermeister Lau hofft, zumindest einen Teil der Autofahrer damit zu verlangsamen: „Unheilbare Raser ändern ihr Verhalten dadurch nicht. Das ist mir schon klar“, sagte er. 
Als Vorbild für den farbig abgehobenen Radfahrstreifen dient die Fallerslebener Straße in Gifhorn, „und auch andernorts wird darauf gesetzt“.

Jürgen Heitmann sprach von einem „Aprilscherz“. Das Problem sei nicht der Verkehr im Ort, sondern an den Ortseingängen: „Da müssen wir die Raser bremsen!“ Auch handele es sich bei Calberlaher Straße und Hauptstraße um Kreisstraßen – ohne Weiteres würden dort Radfahrstreifen nicht genehmigt. Und: „Die haben in Gifhorn nicht nur Freunde gefunden“, so Heitmann.
Alex Birke (SPD) befürchtete, dass die Straße bei beidseitiger Markierung zu eng sei.
Fraktionskollege Stefan Kreisel stufte die Idee als zweischneidiges Schwert ein: „Bei vielen Radlern ist es sinnvoll, Autofahrer wird es ärgern.“
Paul Lütje (CDU) dagegen empfahl, die Idee bei der Verkehrsschau am 30. Juni ruhig anzusprechen: „Mal sehen, was die Experten dazu sagen.“ Dem schloss sich der Ausschuss an.

Aus der Allerzeitung vom 24.06.2011 / AZ Seite 19, Montage: Ron Niebuhr