Ein enormes Tempo legt der Wasbütteler Rat zurzeit bei der Planung eines neuen Baugebietes hin. Anfang des Jahres war davon noch nicht die Rede, erst im Februar wurde das Thema öffentlich – und im Mai könnte schon die Entscheidung fallen.

 

Zu schnell finden das allerdings mehrere Bürger.

  • Ausgangslage: Fünf Gebiete standen zur Debatte, drei kamen in die engere Wahl. Einer der Grundeigentümer am Maschweg will aber nicht verkaufen – bleiben also das Gebiet gegenüber der Feuerwehr am Ortseingang und eines in der Verlängerung des Immenweges. Der Rat favorisiert letzteres (AZ berichtete), einige Bürger finden das aber zu übereilt. Sie sind nicht generell gegen ein neues Baugebiet, betonen sie: „Sämtliche Vor- und Nachteile sollten nur fair und realistisch gegeneinander abgewogen werden.“
  • Verkehr: „Es hat doch keinen Sinn, alle Autos durch die 30er-Zone zu schicken“, so Sandra und Frank Eigner. Genau das würde passieren, wenn am Immenweg gebaut würde. An der Feuerwehr könnte der Verkehr direkt auf die Kreisstraße 64 geleitet werden.
  • Ortskern: „Die Wege zu Kindergarten, Grundschule, Bürgertreff und Alter Schule wären vom Immenweg enorm weit“, stellt Gunther Zeuner fest. Das Dorf würde weiter in die Länge gezogen, der Ortskern unnötig ausgedünnt.
  • Umwelt: „Am Immenweg gibt es eine wertvolle Flora und Fauna, gegenüber der Feuerwehr nur landwirtschaftliche Nutzfläche“, betont Viola Thiem. Dachs, Reh und Buntspecht würden vertrieben.
  • So geht´s weiter: Das Gelände am Immenweg ist bereits im Flächennutzungsplan als Bauland vermerkt. Es könnte also schnell gehen. Doch die Bürger erwarten Antworten.
     


Aus der Allerzeitung vomm 23.04.2011 / AZ Seite 23, Foto: Nowak