Weil das Gutachten noch nicht vorlag, fiel während der Gemeinderatssitzung keine Entscheidung über die Ausweisung eines neuen Wasbütteler Baugebiets. Das schien sich schon abgezeichnet zu haben, denn das Publikumsinteresse war geringer als bei der Bauausschusssitzung, bei der dieses Thema die Gemüter erhitzt hatte.
Neues gab es trotzdem zu berichten: "Alle Eigentümer sind gesprächsbereit über einen möglichen Verkauf", sagte
Bürgermeister Lothar Lau. Auch der Wasserverband Gifhorn hat bereits Stellung bezogen, inwieweit die Areale Immenweg, Gänsegrund und das Gelände nördlich der Kreisstraße 64 aus ihrer Sicht für eine Bebauung infrage kämen. "Der Immenweg scheint bestens geeignet", fasste Lau zusammen. Regenrückhaltebecken wären laut Wasserverband an allen Standorten erforderlich. Lau stellte das Gutachten, welches Areal zu bevorzugen ist, für nach Ostern in Aussicht. Fachausschuss und Rat wollen dann zeitnah eine Entscheidung fällen.
Einen Anwohner interessierte, ob ein Umweltbericht für die Ausweisung erforderlich wäre und ob er Bestandteil des planerischen Gutachtens ist. "Ein klares Nein zu den Punkten", sagte Lau.
Mit einer Enthaltung gab das Gremium grünes Licht für den Haushalt 2011. Das Zahlenwerk beinhaltet 1,23Millionen Euro Einzahlungen und 1.36Millionen Euro Auszahlungen. "Wir haben 300.000 Euro auf dem Sparbuch und hoffen, nach Abschluss der Baumaßnahmen am Jahresende 145.000 Euro übrig zu behalten", fasste Lau die Finanzsituation zusammen. Die Hebesätze bleiben unverändert.
Mehrheitlich stimmte der Rat für die Beauftragung eines Fachbüros mit der Entwurfs- und Ausführungsplanung des Außengeländes am Bürgertreff und MTV-Heim sowie des Kirchengrundstücks an der Mittelstraße. Dort sollen Park-, Spiel- und Ruheplätze entstehen. Die Arbeiten sollen in Eigenleistung erfolgen.
Alex Birke (SPD) äußerte Kritik über die aus seiner Sicht verspätete Übermittlung von Vorlagen und Einladungen. Sein Antrag, die Entscheidung über die Nutzung eines Ratsinformationssystems auf die Tagesordnung zu setzen, wurde mit den Stimmen der CDU abgelehnt. "Keine Mitgliedsgemeinde das bisher", begründete Lau.
Das Dach des neuen Sportheims bekommt eine 30-Kilowatt-Photovoltaikanlage. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat für die Investition zur Stromgewinnung aus. "Sechs Firmen werden Angebote abgeben", sagte Bürgermeister Lothar Lau. Alle Firmen wären in der Lage so zeitnah zu liefern, dass die Anlage spätestens am 30.Juni im Betrieb genommen werden kann. Danach würde die Einspeisevergütung deutlich sinken. dw
Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 15. April 2011, Gifhorn Lokales, Seite G07