Das kommt überraschend: Nicht alle Wasbütteler sind begeistert von den Plänen des Rates, neue Baugebiete auszuweisen. Zum jüngsten Bauausschuss kamen rund 40 Bürger.

Weil das Gremium ihnen Redemöglichkeit eingeräumt hatte, nahmen sie lebhaft an der regen Diskussion teil. Dabei sprachen sich etliche Anwohner von Immenweg, Eichenkamp und Gänsegrund gegen neue Bauplätze vor ihrer Haustür aus. Das schien vom Wunsch nach Erhalt von Naturnähe und Beschaulichkeit getragen.
"Die persönlichen Interessen überwiegen bei der Meinungsbildung", sagte Stefan Kreisel (SPD), der zum Ausdruck brachte, dass er sich dadurch bei seiner Entscheidung nicht beeinflussen lasse. Die Mehrheit der Ausschuss-Besucher sprach sich für ein Baugebiet entlang der Ohnhorster Straße aus. Zuvor hatte die Gemeinde Überlegungen angestellt, am Immenweg zwölf Bauplätze und später am Eichenkamp und Gänsegrund jeweils zwölf bis 15 Bauplätze auszuweisen.
Das Gremium sprach vorerst keine Beschlussempfehlung aus. "Wir werden nochmals mit den Planern und mit allen Grundeigentümern sprechen, um festzustellen, inwieweit Einigkeit und Willigkeit zum Verkauf zu erzielen ist", fasste Bürgermeister Lothar Lau (CDU) zusammen. Fakten könnten ohnehin erst 2012 geschaffen werden.
Einvernehmlich sprach sich das Gremium für die Reparatur von Wirtschaftswegen aus, die hinter der Straße "Am Köweken" verlaufen. Auch für die Beauftragung einer Firma zwecks Außenanlagenplanung am MTV-Heim gab es grünes Licht. Die Arbeiten sollen in Eigenleistung und mit Unterstützung der Gemeindearbeiter stattfinden.
Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 23. Maerz 2011, Gifhorn Lokales, Seite G05, Grafik: Jürgen Runo