Die neue Alte Schule in Wasbüttel ist ein Schmuckstück, Vereine und Bürger haben Freude an dem prächtig sanierten Gebäude. Nur der Feierabendverein hat sich mit der Alten Schule noch nicht wirklich angefreundet. Vor allem Chefin Gabriele Manegold bedauert den Auszug aus dem bisherigen Quartier im Keller der Grundschule.
Bei der Jahresversammlung beklagte Manegold: „Wir haben nicht bekommen, was uns versprochen wurde.“ Der Verein habe keinen Raum für sich allein, alles müsse man mit anderen Wasbüttelern teilen – Spiele, Geschirr und Besteck zählte Manegold auf. „Und wenn wir mal in die Alte Schule möchten, müssen wir erst durchs Dorf laufen und um einen Schlüssel betteln.“
Bürgermeister Lothar Lau warb um Verständnis: Das Gebäude stehe allen Wasbüttelern offen, einen Schlüssel zu bekommen, sei für den Verein „gar kein Problem“. Und sollte der Lieblingsraum einmal belegt sein, „können Sie zur Not mein Besprechungszimmer nutzen“, versicherte Lau. Abschließbare Schränke für den Verein schaffe man noch an. „Wir finden für alles eine Lösung. Ihr müsst nur mit mir reden“, sagte Lau. Die Versammlung applaudierte.
Britta Schliephacke, Vorsitzende des Kulturausschusses, erklärte, dass der Auszug aus dem Grundschulkeller unvermeidbar gewesen sei. Der Raum wurde für die Ganztagsschule benötigt.
Aus der Allerzeitung vom 05.03.2011 / AZ Seite 18, Fotos: Ron Niebuhr