Gute Infrastruktur, günstige Verkehrsanbindungen und die familienfreundliche Politik machen die Samtgemeinde Isenbüttel für Bauwillige interessant. Bei der Ausweisung neuer Baugebiete signalisieren aktuell eher die kleinen Gemeinden Bedarf.

Als im vergangenen Jahr in Calberlah das Baugebiet Sachsenweg III freigeben wurde, gab es 100 Bewerber für 26 Baugrundstücke. Doch nicht für jeden war das Richtige dabei. "Vier Grundstücke haben wir auf dem freien Markt veräußert", berichtet Bürgermeister Jochen Gese.

Neue Baugebiete sind vorerst nicht geplant "Wir sehen, dass viel Altbestand verkauft wird und es bereits Leerstand gibt", sagt Gese. Einzig in Jelpke sieht der Flächennutzungsplan ein Areal mit bis zu 10 Bauplätzen vor. "Dort ließe sich bei Bedarf ein B-Plan aufstellen", sagt Gese.

In Isenbüttel stehen im Baugebiet "Hinter den Wiesenhöfen III" noch 20 von 95 Bauplätzen zum Verkauf. "Solange das Angebot nicht erschöpft ist, sehen wir keinen Bedarf" sagt Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff. "Bedarf besteht immer", meint dagegen Isenbüttels Bürgermeister Peter Zimmermann. Er setzt zeitnah eher auf Beseitigung von Baulücken. "In der Hinterhand haben wir die Erweiterung des Baugebietes Triftweg", sagt Zimmermann.

Bis auf Isenbüttel, wo eine Erschließungsgesellschaft tätig ist, fungiert die Samtgemeinde als Erschließungsträger und ist oft erster Anlaufpunkt für Anfragen Bauwilliger. "Das stagniert im Moment", berichtet Metzlaff. Im Frühjahr wird der Arbeitskreis Baulandentwicklung und Infrastruktur zusammen kommen und auch über dieses Thema beraten. "In den kleinen Gemeinden geht es bei der Baulandausweisung auch darum, die Auslastung von Kindergärten und Schulen sicherzustellen", sagt Metzlaff.

So sieht das auch Wasbüttels Bürgermeister Lothar Lau. Er sieht Bedarf an Bauflächen, hat auch gleich 5 Flächen im Köcher, die nach und nach erschlossen werden könnten. Drei sind bereits im F-Plan berücksichtigt. "Hinter dem Ahornring und am Martinsbütteler Weg könnten Gebiete mit 30 Bauplätzen entstehen, am Immenweg wären etwa 12 Bauplätze möglich", berichtet Lau.

Ein weiteres kleines Gebiet könnte am Maschweg entstehen. Das ist jedoch bisher ebenso wenig im B-Plan berücksichtigt wie ein mögliches Baugebiet mit 30 Plätzen an der L164 in Richtung Ohnhorst. "Im kommenden Jahr könnte sich etwas tun", sagt Lau, aber: "Priorität sollte sein, Leerstände zu vermeiden".

Auch in Ribbesbüttel möchte man dringend Bauland ausweisen. Eine Fläche am Teichflagewegs in Richtung Ausbüttel steht bereits im F-Plan. Laut Bürgermeister Heinrich Stieghahn sind die Verhandlungen zwischen Grundbesitzer und Samtgemeinde ins Stocken geraten.

 

Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 29. Januar 2011, Gifhorn Lokales, Seite G07