Noch sieht es nach einer ganz normalen Scheune aus. Maschinen parken an der Stirnseite, Strohballen liegen gestapelt in einer Ecke. Allerdings: Etwas leer ist es in der Halle. Zum Glück, meint man bei der Landjugend Isenbüttel. Denn in der Halle auf dem Hof Lütje findet am heutigen Sonnabend die Südkreisfete statt.
Deswegen sind die Mitglieder der Landjugend seit Mittwochnachmittag dabei, die große Halle leerzuräu-men. Denn wenn es so läuft wie in den vergangenen Jahren, werden wieder knapp 3000 Besucher kommen, um zu den Klängen der Band Recover ausgiebig zu feiern.
Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Marcel Kniep zum Beispiel lenkt an diesem Nachmittag den Gabelstapler, um die Strohballen auf einen Hänger zu laden. Abtransportiert werden müssen auch große Metallkörbe, eine große Erntemaschine und allerhand anderes. Schließlich sollen zwei Theken und eine große Bühne in der Halle aufgebaut werden. Eine weitere Theke wird draußen für die Durstigen sorgen. Gegen Hunger gibt es Bratwürste vom Grill und Hotdogs.
Und dekoriert werden soll auch noch ein wenig. Landjugend-Pressesprecherin Saskia Stadier berichtet von Tarnnetzen, mit denen die Wände verhängt werden sollen - allerdings erst, nachdem die Halle leer und gefegt ist.
„Am Mittwoch haben wir hier mit 20 Leuten gearbeitet, Donnerstag waren es zwölf, berichtet sie. Für den Endspurt rechnete sie mit vielen Helferinnen und Helfern, damit die Fete pünktlich um 20 Uhr starten kann.
„Seit 1990 gibt es die Südkreisfete, seit 1991 ist sie bei uns auf dem Hof, sagt Ernst Lütje, der mit seinem Sohn Henri auf dem Arm in die Scheune gekommen ist um zu sehen, wie weit die Arbeiten sind. Er war damals selbst in der Landjugend aktiv, und fand seinen elterlichen Hof mit seiner Einzellage außerhalb des Ortes ideal für solch ein Fest. „Inzwischen ist es schon die 5.Generation Landjugend, die das macht", sagt Lütje. „Mittlerweile ist das alles so eingespielt, dass es ein Selbstläufer ist", lobt er die Landjugend, die mit Auf- und Abbau eine Woche Arbeit in das Fest investiert.
Lütje mag an dem Fest, dass „es eine Scheunenfete ist für viele Gene rationen. Von 16 bis 50 ist alles ver treten". Er wird selbstverständlich mitfeiern. Und auch die nächste Ge neration steht bereit: Sohn Henri darf mit seinen zweieinhalb Jahren schon dabei sein. Nur Tochter Lina ist mit drei Monaten noch zu klein.
Aus der Gifhorner Rundschau vom 8.5.2010, Fotos: A.Birner