Der Hochwasserschutz an der Riede gerät ins Stocken: Weil ein paar Landwirte sich weigern, ihre Flächen bei Wasbüttel herzugeben, hat die Kreisverwaltung nun eines von drei Rückhaltebecken gestrichen.

Bemerkbar wird sich das vor allem in Isenbüttel machen.
„Es ist wirklich bedauerlich“, sagte Otto Weichsler, Leiter der Abteilung für Wasserwirtschaft, gestern im AZ-Gespräch. „Die Wasbütteler werden mit dem fehlenden Rückhaltebecken weniger Probleme haben – auswirken wird sich das vor allem auf den unteren Flusslauf.“ Unter den Wassermassen werden also vor allem die Isenbütteler leiden!

Geplant waren drei Rückhaltebecken:

  • Eines für 84.000 Kubikmeter Wasser wurde bereits an der Rischmühlenriede bei Meine gebaut.
  • Ein weiteres für 116.000 Kubikmeter soll an der Edesbütteler Riede bei Calberlah entstehen.
  • Das dritte Becken im Plan sollte an der Hehlenriede bei Wasbüttel gebaut werden und 86.000 Kubikmeter fassen. Diese Pläne wurden aber nun gestrichen.

Und ob das Becken bei Calberlah wie geplant gebaut wird, steht ebenfalls noch nicht fest: Der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz werde auf Grundlage einer Schadenspotenzialanalyse erst noch prüfen, ob Zuschüsse gezahlt werden, berichtet Weichsler.


 

Aus der Allerzeitung vom 28.10.2010 / AZ Seite 25, Fotos: Nowak (Archiv)