Die unerwartet gute Apfelernte sorgte für viel Arbeit beim Mostfest des Naturschutzbundes Isenbüttel. Auf der Streuobstwiese am Wasbütteler Strohballenhaus waren mehr als 50 Baumpaten und Helfer zusammengekommen. Tatkräftig unterstützt wurden sie von der 2. Klasse der Grundschule Wasbüttel und deren Klassenlehrerin Gabriele Busse-Radünz.
"Pflücken oder aufsammeln, waschen, schreddern und dann durch die Saftpresse", fasste Helga Mannes vom Nabu die Arbeitsschritte zusammen, die notwendig sind um aus Äpfeln und Birnen leckeren Saft zu machen. "Wir haben alle Paten eingeladen und sind zufrieden mit der Resonanz", sagte Mannes mit Blick auf das muntere Treiben auf der Wiese.
Auch das Wetter spielte nach Regentropfen am Morgen mit. "Das ist alles Südhang", lud Eckhard Rothe schmunzelnd dazu ein, das Glas direkt unter den Auslauf der Presse zu halten und den Saft zu kosten. "Der Mix der Sorten macht ihn so schmackhaft", verriet Mannes. Baumpaten und fleißige Helfer wurden mit Saft entlohnt, der in Kanister und Flaschen abgefüllt, in Körben und dann in den Autos verschwand.
Weil das Auge mit isst, begutachteten Julius und Roman Baron jeden Apfel nach der Wäsche. "Der ist zu schön für den Schredder", entschied Julius und packte einen Apfel, der wie gemalt aussah, zu anderen in einem Extra-Korb.
"Die sind für zu Hause", sagte Vater Roman. Im Strohballenhaus gab es zur Stärkung der Most-Gemeinde Leckeres vom Apfel. Neben diversen Kuchen brutzelten auch Kartoffelpuffer im heißen Fett. Dazu gab es roten Apfelmus. Und für den, der es wissen wollte, den Tipp, dass man rote Äpfel mit Schale kochen muss, um besondere Farbe zu bekommen.
Aus der Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 10. Oktober 2011, Gifhorn Lokales, Seite G04, Foto: Wimmer