Auf dem Tankumsee ist die Eisschicht noch zu dünn? Kein Problem für die Wasbütteler. Sie haben kurzerhand eine eigene Eisfläche angelegt.
Auf Initiative des Ratsherrn Rainer Schinkel und nach einer Idee von Bianka Schneider haben Helfer den Basketballplatz hinter dem Schießheim geflutet. Seit gestern Mittag ist die gut 250 Quadratmeter große Eisfläche mit Schlittschuhen befahrbar.
Bürgermeister Lothar Lau berichtete im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss am Dienstagabend über die Aktion: „Wir haben die Fläche mit Folie ausgelegt und am Rand mit Holzbrettern verstärkt.“ Nur das Fluten war schwieriger als erwartet – der nahe Hydrant war leider zugefroren. „Wir mussten erst eine Schlauchleitung legen.“ Optimal geeignet sei der Basketballplatz nicht, denn die Fläche habe einen Höhenunterschied von zwölf Zentimetern. „Dadurch ist das Eis unterschiedlich dick. Das lässt sich nicht ändern“, erklärte Lau.
Spaß dürfte vor allem der Wasbütteler Nachwuchs trotzdem auf der Eisfläche haben. Bürgermeister Lau warnte allerdings vor Übereifer: „Der Boden ringsum ist steinhart gefroren. Stürze sind sehr schmerzhaft.“
Für kommende, kalte Winter haben Lau, Schinkel und die Helfer bereits eine andere Fläche ins Auge gefasst: das Beach-Volleyballfeld. Man könnte den Sand glatt ziehen, mit Folie auslegen und am Rand Wälle formen. „Die Eisfläche wäre dann gleichmäßig dick und fast genauso groß“, sagte Lau. Vorteil auch: Das Areal ist umzäunt, niemand kann über den Rand hinaus flitzen und stürzen.
aus der Allerzeitung vom 09.02.2012