„Der Anfang ist gemacht“, war ein allgemeines Fazit der Versammlung Wasbütteler Bürger, in der Eventualitäten und Möglichkeiten einer Nutzung der alten Schule vorgestellt und diskutiert wurden. Der Raum in der Bürgerbegegnungsstätte platzte aus allen Nähten, ca. 70 Bürgerinnen und Bürger, die Organisatoren der „Initiative Wasbütteler Dorfleben“, der Bürgermeister und ich hatten sich eingefunden.
Die Einladung zu der Veranstaltung erhielt ich von Margit Till, ein aktives Mitglied der Initiative „Wasbütteler Dorfleben“. Als regelmäßiger Besucher der Wasbütteler Homepage allerdings war ich bereits über den Termin informiert und hatte ihn mir vorgemerkt. Das Interesse an der Nutzung des ältesten Wasbütteler Gebäudes sowie konkrete Ideen waren meine Motivation.
Der Umbau der alten Schule soll voraussichtlich im Spätsommer abgeschlossen sein, ihre Funktion jedoch ist nur zum Teil beschrieben. So soll das Gemeindebüro des Bürgermeisters dort heimisch werden. Anhand von Grundrisszeichnungen erläutert uns Paul Lütje die Räumlichkeiten im Erd- und Obergeschoss. Mindestens zwei „große“ Räume, Teeküchen und Toiletten (auch behindertengerecht) werden auf das Wasbütteler Leben warten.
So weit entfernt von einer Vision, die Gisela Keese-Paulo und Renate Altenkirch vorstellten, scheint mir aber die Realität nicht zu sein. Anhand eines fiktiven Tagesablaufes in der alten Schule wurden lebendig die Möglichkeiten buchstäblich in den Raum gestellt: Die Mutter-Kind-Gruppe oder computerinteressierte Bürger treffen sich, das Cafe wird geöffnet, Zeitungen liegen aus. Jeder ist zu jeder Zeit willkommen – und wenn Grundregeln des Miteinanders eingehalten werden und jeder seine Kaffeetasse abwäscht und sauber wegräumt, dann sehe ich der Zukunft der alten Schule positiv entgegen.
Kurz und intensiv wurden dann an mehreren Tischen, die unterschiedliche Schwerpunkte symbolisierten, Möglichkeiten der Nutzung diskutiert. Bei Salzstangen und Getränken sprudelten nur so die Ideen und Vorschläge bis hin zu bereits konkret durchgeplanten Aktivitäten: Vielleicht jährlich ein Kasperletheater oder ein Dick-und-Doof-Abend, eine Lesung organisieren oder einen Sketch einüben und vortragen? Ganz sicher werden die Holzwerkstatt, die Skat- und die Canastagruppe ihre „Arbeit“ aufnehmen. Es wurden Folgetermine vereinbart und man darf auf die weitere Ausplanung der vielen Vorschläge gespannt sein.
Text: Andreas Rother, Fotos: Manfred Altenkirch
